Landespokal: FC Anker Wismar – SV Hafen Rostock 3:2 (0:1)

26.02.2005


Der FC Anker Wismar ist zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte in das Halbfinale des Landespokals eingezogen. Gegen die Rostocker vom SV Hafen Rostock bedurfte es aber eines glücklichen Händchens von Trainer Axel Rietentiet und einer deutlichen spielerischen Steigerung in der 2. Halbzeit um letztlich den knappen Erfolg perfekt zu machen.

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Tore: 0:1 (8.) Roost, 1:1 (59.) Müller, 1:2 (69.) Eggert, 2:2/ 3:2 (71./ 82.) Zysk

Zysk und Müller waren die Joker

Über die erste Halbzeit der verletzungsbedingt arg gebeutelten Platzherren darf getrost der Mantel des Schweigens gelegt werden. Bereits in der 8. Minute ging der Tabellenvierzehnte der Verbandsliga durch einen Treffer von Roost in Führung, als der sich nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus die Kugel schnappte und Trommer keine Abwehrchance ließ. Zwei Torchancen in der ersten Halbzeit belegen die Harmlosigkeit der Gastgeber in der Zeit vor der Pause. Die beste vergab dabei Rene Ratke, als er eine Eingabe von Oliver Lück in die Wolken beförderte.

Für die zweite Halbzeit forderte Anker-Trainer eine deutliche Leistungssteigerung von seinen Mannen. Zumindest in der 51. Minute schien sein Team das vergessen zu haben, denn urplötzlich tauchte Waterstradt frei vor Mathias Trommer auf, doch zum Glück landete sein Kopfball nach Flanke von Gütschow nur am kurzen Pfosten. „Wäre zu diesem Zeitpunkt das 0:2 gegen uns gefallen, wer weiß, ob wir die Partie noch gebogen hätten“, sagte Rietentiet nach dem Spiel. In der 59. Minute dann aber der verdiente Ausgleich als der eingewechselte Stephan Müller nach Flanke von Oliver Lück die Kugel ins Dreiangel beförderte. Nachdem Müller dann ganz knapp mit einem Freistoß gescheitert war, wieder Führung der Elf von der Stadtweide. Bei einem schnellen Konter über die linke Seite flankte Gütschow fast von der Eckfahne nach innen, Eggert stand goldrichtig und brachte sein Team erneut in Führung (69.). Doch die Moral stimmte beim Oberligisten und nach toller Flanke von Stephan Müller quer durch den Strafraum ließ sich Florian Zysk nicht zweimal bitten und besorgte nur zwei Minuten später den Ausgleich zum 2:2. Dem Goalgetter der Landesligaelf reichte das aber noch nicht, denn in der 82. Minute schlug er noch einmal eiskalt zu und sicherte dem Oberligisten den Einzug in das Halbfinale.

„Endlich wieder einmal gewonnen und selbst noch drei Tore geschossen. Vor dem schweren und wichtigen Spiel am Wochenende bei Lichtenberg 47 war dieser Sieg Balsam auf die geschundenen Seelen, auch den letzten klaren Niederlagen. Zufrieden kann ich aber nur mit der 2. Halbzeit sein. Sicher, uns fehlte ein Sextett verletzter Stammspielern, aber die Leistung der ersten Halbzeit ist alleine dadurch nicht zu entschuldigen“, so Anker-Trainer Axel Rietentiet nach der Partie.

FC Anker Wismar mit: Trommer – Glaubitz – Lück, Diallo – Aldinger, Köhn, Goebel, Wagenhausen (46. Müller), Rosinski – Ratke (46 Zysk), Maaßen (72. Priebe).

Klaus Bernhardt