Landespokal: FC Anker Wismar II - FC Anker Wismar I 2:3 (1:1;0:0) n.V.
29.08.2003
Unsere erste Mannschaft besiegte am Freitagabend die "Zweite" mit 3:2 nach Verlängerung in der Dunkelheit. Nach einem Spielstand von 1:1 nach 90 Spielminuten begann eine ereignisreiche Verlängerung mit mindestens einem halben Dutzend sichtbedingten Fouls (die Dunkelziffer lag sicher sehr viel höher) und drei weiteren Toren. Am Ende verließ die favorisierte "Erste" den Platz als Sieger.
Landesligaelf gab sich erst in Verlängerung geschlagen
Vor ein zwei Jahren, wäre diese Partie der Knaller im Landespokal gewesen und hätte sicher noch mehr als die knapp 150 Zuschauer angelockt, doch aufgrund des miserablen Regenwetters blieben viele Fußballfreunde an diesem Abend zu hause. Aber die, die nicht gekommen waren, hätten fast eine große Überraschung verpaßt, denn der FC Anker Wismar II ist in der 1. Runde des Landespokals im vereinsinternen Duell gegen Verbandsligaelf knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt.
Erst in der Verlängerung musste sich das Team von Trainer Eckard Jesko mit 2:3 geschlagen werden. Es war insgesamt gesehen ein typisches Pokalspiel, der „Kleine“ wächst mit zunehmender Spielzeit immer mehr über sich heraus. Und alle die im Vorfeld an ein Freundschaftsspiel geglaubt hatten sahen eine Partie die meilenweit ab von einer ins Spiel gebrachten „Stallorder“ war. Auf die gesamte Partie gesehen, war das Verbandsligateam die optisch deutlich überlegene Mannschaft, doch Routinier Michael Schröder als letzter Mann organisierte seine Abwehr hervorragend und zeigte bis zu seiner Verletzung, die er sich im Zweikampf mit Marcel Prehn zugezogen hatte, eine glänzende Partie.
Allerdings machte ihm der Favorit es mit seiner pomadigen Spielweise durch die Mitte teilweise auch recht einfach. „Die Partie in der ersten Halbzeit war von meiner Elf grottenschlecht. Bis auf zwei Chancen hat die Mannschaft keine Torgefahr ausgestrahlt“, schimpfte Axel Rietentiet in der Pause. Die beste dieser Chancen gab es nach einem Eckball von Philipp Aldinger, als der Ball noch vor der Linie geklärt werden konnte. Unmittelbar vor der Pause verletzte sich Danny Rohde, als er ohne gegenerische Einwirkung umknickte und mit einer Knöchelverletzung ausschied. Für ihn kam Steve Krökel in Team, doch auch der mußte in der 68. Minute verletzt vom Platz. Die Überlegenheit des Verbandsligisten wurde dann in der 2. Halbzeit deutlicher, häuften sich die klaren Chancen. So wurde in der 48. Minute ein Kopfball von Müller von der Linie geschlagen, eine Eingabe von Tino Goebel verpassten alle (70.) bevor Andre Hildebrandt die Weichen auf Sieg für den Favoriten zustellen schien. Zwanzig Meter vor dem Kasten kam er an das Leder, schaute und schlenzte den Ball unhaltbar für Sebastian Simmich ins Dreiangel. Doch die Landesligaelf schlug eiskalt zurück, denn Andreas Wilczek, sonst im Kader der 1. Mannschaft ließ Mathias Trommer mit einem Traumtor ins Dreiangel keine Chance. Nachdem Mamadou Diallo es in der 88. Schaffte, völlig freistehend aus drei Metern das Leder am Tor vorbeizuköpfen, war sie da, die Verlängerung. Und diese Verlängerung brachte dann die Entscheidung. Nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Stephan Müller (92. Foul an Maaßen) erhöhte der selbe Spieler auf 3:1 (109.) bevor Sebastian Peters in der 111. Minute den Endstand besorgte.
Am Ende wurde die Partie immer mehr zu einem Phantomspiel, bei dem zumindest die Zuschauer auf der Tribüne nur noch Schattenspiele sahen. Zum Glück behielt Schiedsrichter Söllig (Rostock) bis zum Abpfiff hinein den Durchblick. Nur positives entnahm Landesligacoach Eckard Jesko dieser Partie. „Meine Elf hat hervorragend gekämpft, leider fielen mit Schröder und Rohde noch zwei wichtige Spieler aus, nachdem schon Groth und Marschner wegen Verletzung fehlten. Ein Riesenkompliment möchte ich meiner Abwehr machen, Michael Poganski schaltete Thomas Haese fast völlig ab und auch Rene Haevernick ließ Sebastian Rietz und in der 2. Halbzeit Enrico Maaßen nicht zur Entfaltung kommen. Am Ende ist der Sieg der 1. Mannschaft zwar völlig verdient, aber wir konnten mit erhobenen Haupt vom Platz gehen“, sagte Coach Eckard Jesko.
FC Anker II: Simmich – Pierstorf, Haevernick, Poganski, Schellbach, Rohde (44. Krökel, verletzt, 66. Lüdtke), Weber, Funk, Wilczek, Schröder (48. Lück), Peters.
FC Anker I: Trommer – Peter, Diallo, Haese (98. Ratke), Goebel, Thiemann, Aldinger, Prehn, Hildebrandt, Müller, Rietz (46. Maaßen)
Tore: 0:1 Hildebrandt (74.), 1:1 Wilczek (77.), 1:2 Müller (FE 92.), 1:3 Müller (109.), 2:3 Peters (111.)




