Krzysztof Kawczynski parierte Foulelfmeter

03.09.2006

Das Verbandsligateam des FC Anker Wismar ist in die 2. Pokalrunde eingezogen. Dazu reichte dem Team vom Trainerduo Bego Catic/ Jürgen Rohloff eine mäßige Leistung, denn trotz des klaren 3:0-Sieges gab es viele Ecken und Kanten in der Partie zu sehen. Dabei begann das Spiel der Hansestädter sehenswert und vor allem Vladimir Zir brachte über die rechte Seite viele Impulse. Über diese Seite kommend fiel dann auch die schnelle Führung für den Verbandsligisten, denn Sasa Disic verwandelte eine gefühlvolle Eingabe von Dennis Martens zur 1:0-Führung.

 
Aus unverständlichen Gründen verflachte dann das Niveau auf Wismarer Seite, konnte der höherklassige Verbandsligist nicht mehr die nötigen Akzente setzten und überließ den Hausherren die Spielgestaltung. Die nutzten diese Freiheit auch, doch zum Glück zeigten sich Soni Ouvo Tarnebora und Thomas Bahjohr im Abschluss zu unkonzentriert und vergaben zweimal in aussichtsreicher Position. Dementsprechend laut fiel auch dann die „Halbzeitansprache“ des Ankertrainers aus. „Man kann bei einem Pokalspiel gegen unterklassige Mannschaften reden, reden und nochmals reden, aber man redet trotzdem gegen die Wand“, ärgerte sich Catic über die Vorpausenleistung seiner Elf.

Doch auch nach Beginn der zweiten Halbzeit wurde das Spiel der Gäste nicht zwingender und in der 56. Minute musste „Kawa“ im Ankertor erneut gegen eine Schuss von Bahjohr retten. Dann kam die 63. Minute und in dieser wurde die Partie letztlich zugunsten der Hansestädter entschieden, und das trotz der Tatsache, dass in dieser Szene alles gegen den FC Anker lief. Nachdem Mathias Schnöckel in der 44. Minute völlig unberechtigt die gelbe Karte gesehen hatte, sein Gegenspieler ist beim Dribbling faktisch alleine über die Kugel gestolpert, stoppte er Bahjohr nach Ansicht des Unparteiischen im Strafraum unfair. Die gelb/ rote Karte für den Youngster und Elfmeter für die Hausherren waren die logische Folge. Aber Kawczynski ahnte die Ecke, fischte die Kugel aus dem rechten unteren Eck und direkt aus dem Gegenzug heraus entwickelte sich das 2:0 für die Ankerelf. Aus dem Mittelfeld heraus wurde der Ball in die Spitze gespielt, Florian Zysk erlief sich die Kugel, umspielte GSV-Keeper Robert Lembke und markierte die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte dann Marcel Heine, der vom eingewechselten Denny Jeske mustergültig freigespielt wurde und sich die Chance zum 3:0 nicht entgehen ließ.

„Entscheidend war, dass wir die nächste Pokalrunde erreicht haben. Im Pokal gegen unterklassige Gegner kann sich sehr leicht blamieren. Im Gegensatz zu etlichen anderen Verbandsligamannschaften sind wir aber in die nächste Runde eingezogen, das zählt, mehr nicht“, so Trainer Bego Catic. Ein bitterer Beigeschmack bleibt durch die Vielzahl der gelben Karten. Der Unparteiische hatte sich durch schnelles Zeigen des gelben Kartons in der Anfangsphase selbst in Zugzwang gebracht, so dass am Ende der Partie insgesamt elf (!) gelbe und zwei gelb/ rote Karten auf dem Spielberichtsbogen vermerkt werden mussten. Für ein Spiel dass sicher mit einigen Nickligkeiten leben musste, aber keinesfalls unfair war, deutlich zu viel!

FC Anker Wismar mit: Kawczynski – Martens, Körner, Bednar, Schnöckel – Kucera – Zir (28. Schawaller), Disic, Heine – Zysk (67. Oldendorf), Kerinn (46. Jeske).