Katastrophaler Fehlgriff von Keeper Krzysztof Kawczynski

22.10.2006

Der FC Anker Wismar stolpert zur Zeit von einer Niederlage in die andere, denn das 1:2 beim SV Waren 09 war bereits die dritte Pleite in Folge. „Wir werden aber trotzdem nicht in Panik verfallen, denn ich weiß, dass die Mannschaft ein sehr gutes Potential hat, das aber augenblicklich nicht auf dem Platz umsetzen kann. Natürlich ist auch das Verletzungspech ein weiterer Grund, aber ich weiß, dass es wieder bergauf gehen wird.

Nach der Einwechslung von Denny Jeske kam schon wieder deutlich mehr Gefahr aus dem Mittelfeld und wenn er wieder völlig fit ist, wird Jeske zusammen mit Vladimir Zir ein sehr gutes Mittelfeldduo bilden“, so Anker-Trainer Bego Catic. Nach gutem Beginn der Ankerelf, die in der Anfangsphase versuchte mit sicherem Aufbauspiel zum Erfolg zu kommen, hatten die Gäste in der 23. Minute das erste Mal das Glück auf ihrer Seite, als ein abgefälschter Schuss der Hausherren am langen Pfosten landete.

Das Glück fehlte dann aber in der 33. Minute, als die Gastgeber aus dem Nichts heraus die Führung erzielten. Ein von Andy Purlinski als normale Flanke gedachter Ball wurde von Keeper Krzysztof Kawczynski völlig falsch eingeschätzt und die Kugel senkte sich über ihn hinweg ins Tor, ein bitterer Rückstand. Von diesem Schock erholte sich die Ankerelf bis zur Pause nicht mehr. Keine klare Torchance, zu wenig um als Sieger den Platz zu verlassen. In der Halbzeitpause drängte Trainer Catic seine Jungs, mit mehr Feuer zu agieren und die Zweikämpfe energischer zu bestreiten. Doch was passierte, bereits in der 50. Minute verwerteten die Gastgeber ihren ersten Konterangriff zum vorentscheidenden 2:0. Ronny Strübing hatte bei einem schnellen Konterangriff David Haupt bedient, der scheiterte mit seinem ersten Schuss noch am Ankerkeeper, im Nachschuss brachte er das Streitobjekt aber doch noch im Ankergehäuse unter.

Mit der Einwechslung des seit vier Wochen verletzten Denny Jeske kam wieder mehr Ordnung ins Spiel und die Hansestädter entdeckten ihren Kampfgeist, der bis dahin über weite Strecken gefehlt hatte und nur von den Müritzstädtern zu sehen war. In der letzten Viertelstunde überschlugen sich dann die Ereignisse. Zuerst gab es auf der Tribüne Tumulte mit den Wismarer „Fans“, die erst im Zusammenwirken der Ordner und von Polizeikräften wieder ins rechte Lot gebracht wurden, auch Anker-Vizepräsident sorgte wieder für Ruhe bei den eigenen Anhängern, dann markierte Sasa Disic nach schönem Zuspiel von Denny Jeske den Anschlusstreffer zum 1:2, bevor Patrick Oldendorf in den Schlussminuten nach einem Ellenbogencheck seines Gegenspielers blutüberströmt ausgewechselt werden musste. Bei dieser Attacke war seine Unterlippe geplatzt, die anschließend im Warener Kreiskrankenhaus mit mehreren Stichen genäht werden musste.

Nach den drei Niederlagen gegen Teams aus dem „Osten“ erwarten die Hansestädter nun am nächsten Wochenende den Tabellenzweiten und Aufstiegsaspiranten aus Malchow. Motivieren wird das Wismarer Trainerduo sein Team nicht müssen, bleibt zu hoffen, dass sich der kleine Kader bis zum nächsten Sonntag wieder auffüllt.

FC Anker Wismar mit: Kawczynski – Körner, Oldendorf, Bednar, Schnöckel – Disic, Kucera, Hannemann (70. Springer), Heine – Kerinn (60. Jeske), Zysk.