Kampf ist Trumpf gegen Aufsteiger BFC Preussen
30.09.2005
Morgen will Oberligist FC Anker Wismar gegen den BFC Preussen im Kurt-Bürger-Stadion seine Heimstärke ausspielen. Wer im Fußball etwas erreichen will, muss seine Heimspiele gewinnen. Diese Weisheit hat Oberligist FC Anker Wismar in der vergangenen Spielzeit beherzigt. Die Auswärtsbilanz dagegen fiel in der Spielzeit 2004/05 sehr mager aus. Diese Tendenz setzte sich auch zu Beginn dieser Spielzeit fort. Während der FC Anker in den beiden Heimspielen mit sechs von neun möglichen Punkten ein (einigermaßen) akzeptables Ergebnis erzielen konnte, steht nach vier Begegnungen auf fremden Plätzen nur ein Pünktchen zu Buche.
Der Schock sitzt tief. Eine 0:6-Pleite wie am vergangenen Sonntag bei Union Berlin fährt man nicht alle Tage ein. Dass die ersten vier Treffer durch Standardsituationen entstanden sind, sollte der Hintermannschaft besonders zu denken geben. Doch allzu lange haben sich die Alisic-Schützlinge nicht mit der Niederlage in Berlin aufgehalten. Vielmehr galt und gilt die Konzentration in dieser Woche dem schwer berechenbaren Aufsteiger BFC Preussen, der bereits morgen um 14 Uhr im Kurt-Bürger-Stadion seine Visitenkarte abgeben wird. „Heimstärke und Kampfgeist, daran müssen wir wieder anknüpfen“, fordert denn auch Mathias Tietze. Für den Assistenten von Trainer Enver Alisic hat die morgige Begegnung einen bedeutenden Stellenwert. Denn nur mit einem Punkte-Dreier gegen die Hauptstädter können sich die Weiß-Roten, die nur noch ein Zähler von der Abstiegszone trennt, wieder an einen Platz im Tabellenmittelfeld heranarbeiten.
Diese Aufgabe wird den Wismarern – so glaubt Co-Trainer Tietze – allerdings schwerer fallen als vor zwei Wochen. „Preussen schätze ich stärker ein als unseren letzten Heimgegner Ludwigsfelde (3:0/d. Red.). Die haben beim 1:3 gegen Tabellenführer Neuruppin ein ganz starkes Spiel gemacht“, weiß Mathias Tietze, der sich die Preussen angeschaut hat. Wie es in der Oberliga üblich ist, haben sich auch die Gäste einen Eindruck von den Wismarern verschafft. „Ich habe Anker bei der 0:2-Niederlage gegen Yesilyurt gesehen. Da war die Mannschaft noch keine Einheit. Ich rechne mir in Wismar schon etwas aus“, sagt Preussen-Trainer Mehmet Öztürk, der mit seinem Aufsteiger-Team einen starken Saisonstart mit drei Siegen aus sieben Partien hingelegt hat. Und auch morgen wollen beide Mannschaften auf Sieg spielen, was den Zuschauern Hoffnung auf ein spannendes Duell machen dürfte. Auch personell können die beiden Trainer Enver Alisic und Mehmet Öztürk aus dem Vollen schöpfen.




