In Leezen zählt nur das Weiterkommen
10.12.2004
Obwohl in der Oberliga der letzte Vorrundenspieltag ausgetragen wird, ist der FC Anker Wismar an diesem Wochenende punktspielfrei. Am morgigen 17. Spieltag wäre nämlich der inzwischen insolvente EFC Eisenhüttenstadt der Gegner gewesen. Dafür greifen die Hansestädter als letzter Oberligist im Pokal-Achtelfinale des Landes ein und werden morgen ab 12.30 Uhr in Leezen von der dortigen Spielvereinigung Cambs/Leezen erwartet.
Der Landesligist schlägt sich in den Punktspielen beachtlich, denn die Randschweriner belegen nach Anschluss der ersten Halbserie mit 20 Punkten und 29:24 Toren einen guten vierten Platz. Der Oberligist hat bisher nur einmal mit der Spielvereinigung die Klingen gekreuzt. In einem Vorbereitungsspiel vor knapp zwei Jahren gewannen die Hansestädter in Leezen knapp mit 2:1-Toren. „Der Pokal ist in diesem Jahr eine zusätzliche Chance für uns, denn die Aufgabe in Leezen ist durchaus lösbar. Wie schwer allerdings auch ein Landesligist zu bezwingen ist, hat meine Mannschaft in Güstrow erfahren müssen. Wo wir uns erst in der Verlängerung klar mit 4:1 durchsetzen konnten. Nur wenn mein Team mit vollster Konzentration und nicht überheblich in diese Partie geht, werden wir auch das Viertelfinale erreichen können. Zusätzliche Motivation sollte der Mannschaft auch die Tatsache geben, dass wir in der nächsten Runde Heimvorteil gegen den SV Hafen Rostock (Spieltermin 26. Februar 2005) hätten und dann mit einem Sieg bereits im Halbfinale stehen würden. Eigentliche optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Spiel“, so Anker-Trainer Axel Rietentiet, der seine Elf nach der klaren 0:5-Niederlage beim FC Hansa Rostock natürlich auch mental wieder „aufrüsten“ muss. „Bei diesem Spiel in Leezen können wir eigentlich nichts gewinnen, mit einer Niederlage aber alles verlieren und das dann zur Lachnummer machen. Für uns kann es nur heißen, mit einer engagierten Leistung die nächste Runde zu erreichen“, so Rietentiet weiter. Definitiv ausfallen für dieses Pokalspiel werden Mamadou Diallo (Heimaturlaub) und Rene' Ratke, bei dem sich im Nachhinein Rückenprobleme nach seinem Verkehrsunfall einstellten.
A. Kirsch



