Hildebrandt-Brüder wieder am "Ankerhaken"

15.08.2008

Der FC Anker Wismar reist morgen nach Malchow und bestreitet dort sein zweites Auswärtsspiel beim Aufstiegsaspiranten. Gerade rechtzeitig vor dem Knüller beim heißen Aufstiegsanwärter in Malchow ist dem FC Anker Wismar noch ein spektakulärer Wechsel gelungen, denn mit den Brüdern André (28) und Steffen Hildebrandt (26) konnten die Hansestädter zwei sehr interessante Spieler verpflichten. Steffen Hildebrandt (Abwehr) gehörte in der Saison 2004/05 zur Mannschaft des Regionalligisten VfB Lübeck und wechselte dann zum FC Anker, bei dem sein Bruder André bereits seit gut einem Jahr war. Beide verließen 2005/06 den FC Anker. Zuletzt kickten sie bei Dynamo Schwerin. André Hildebrandt erzielte in der Landesliga 13 Treffer. Nun kehrten beide wieder nach Wismar zurück. „Der FC Anker Wismar ist sportlich wieder eine interessante Adresse geworden. Mit dem neuen Präsidium soll hier etwas aufgebaut werden und wir wollen dabei mithelfen, dass in der Hansestadt bald wieder Oberligafußball gespielt wird", so die beiden Brüder, die am Mittwoch ihre erste Trainingseinheit mit dem Team absolvierten.

„Für diese Auswärtspartie sind beide bereits spielberechtigt, denn die Pässe vom alten Verein liegen vor und sind zur Umschreibung beim Landesfußballverband eingereicht. „Mit André und Steffen haben wir jetzt noch mehr Variationsmöglichkeiten und sind noch weniger auszurechnen. Die Partie morgen ist für beide Teams bereits sehr wichtig, denn die Malchower und wir sind mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Am letzten Wochenende konnten wir beide gewinnen, wir bekanntlich 3:1 gegen Malchin, der Malchower SV 3:1 bei Blau-Weiß Polz. Ein Aufwärtstrend ist also bei beiden Mannschaften zu sehen. Wir sind auf das Spiel gut vorbereitet und werden uns dort nicht verstecken", so Anker-Trainer Bego Catic selbstbewusst. In der vergangenen Spielzeit gelang den Wismarern gegen das Team von Sven Lange allerdings kein Torerfolg.

Personell ändert sich bei den Hansestädtern gegenüber der letzten Partie der Einsatz von Marcel Heine, der nach seiner Ampelkarte aus dem Pasewalker Spiel wieder zum Kader gehört. René Rydlewicz (Adduktorenverletzung), Dirk Taflo (Erkrankung der Atemwege) und die drei französischen Spieler sind jedoch immer noch nicht einsatzfähig.

Ebenso wie die Ankerelf hat die Mannschaft von Trainer Sven Lange große Ziele für diese Saison ausgegeben. Bereits im Vorjahr wollten die Vorpommern den Sprung in die Amateuroberliga schaffen, scheiterten mit diesem Vorhaben aber, als sie am Ende der Saison hinter dem FSV Bentwisch und dem FC Schönberg nur den dritten Tabellenplatz belegten. Auch in der neuen Saison ist der MSV mit einer 1:2-Niederlage gegen Schönberg gestartet, doch bereits in Polz wurde am letzten Wochenende mit 3:1-Toren gewonnen (Torschützen Uwe Räsch, Matthias Hopp und Christian Urgast). Gegenüber der letzten Saison hat sich bei den Malchowern nur eine gravierenden Veränderung gegeben, denn Topp-Torjäger Ronny Müller verließ den Verein in Richtung Neustrelitz.

Und das sind die Neuzugänge der Malchower Elf: Tobias Werk (20 Jahre) vom FC Hansa Rostock II, Stefan Kempcke (27) vom FC Krokan Schweden), Abwehr: Bartosz Targonski (21) von Pogon Szczecin, Mittelfeld: Marcin Hercog (26) von Jarota Jarocin (Polen), Sturm: Uwe Räsch (19) vom Rostocker FC 95, David Hinzmann(26) vom SV Pastow.

Zusammen mit den spielstarken Christian Urgast, Dan Röpcke, Dariusz Kostyk, Robert Petzold oder auch Can Calcavan sind die Malchower  auf keinen Fall zu unterschätzen.

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)