Hansa II gewinnt Wismarer Hallenturnier
10.01.2011
Das 32. Wismarer Hallenfußballturnier um den Pokal der Erdgasversorger in Wismar (Stadtwerke Wismar GmbH, Verbundnetz Gas AG Leipzig und EON Hanse Vertrieb GmbH Hamburg) lief etwas anders ab als gewohnt. Verursacht hat das die große Schar der Hansa-Anhänger. Ein großes Finale, das noch vor dem Spiel um Platz Drei und Vier stattfand, damit die Rostocker Fans mit dem letzten Zug wieder nach Rostock kamen sowie minutenlange Unterbrechungen durch das Werfen von Papierschlangen auf das Parkett.
Die Bereitschaftspolizei war mit zehn Einsatzwagen vor Ort und begleitete die Hansafans nach dem Endspiel direkt zum Bahnhof. Bereits bei der Anreise der Rostocker gab es Probleme, auch beim Einlass in der Sporthalle. Beim Betreten der Halle stürmten die Hansa-Fans ohne Zahlung von Eintritt hinein. Beim Turnier allerdings gab es keine wesentlichen Probleme, die Hansafans machten eine tolle Stimmung bei den Partien ihrer Mannschaft.
Am Ende des 32. Wismarer Hallenturniers setzte sich der FC Hansa im Finale mit 3:1 gegen den FC Eintracht Schwerin durch. Für die Elf aus der Landeshauptstadt war es die zweite Endspielniederlage in Folge, denn bereits beim Wittinger-Cup in Dorf Mecklenburg musste sich das Team im Finale dem FC Anker Wismar geschlagen geben.
Doch die Schweriner boten dem favorisierten Rostocker Oberligisten lange Zeit Paroli. Den Führungstreffer von Moris Fikic egalisierte Konstantin Radloff praktisch bereits im Gegenzug. Nach der erneuten Führung der Hanseaten durch Manfred Starke verpasste Schwerins Tommy Dechau völlig freistehend den Ausgleich. Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Rostocker Fünf von Trainer Axel Rietentiet fiel in der letzten Spielminute, als die Schweriner nach einer Zeitstrafe für Frank Rohde nur zu Viert auf dem Parkett waren. Praktisch mit der Schlusssirene machten die Hanseaten durch Rico Gladrow den 3:1-Endstand perfekt.
Einen tollen dritten Platz sicherte sich der PSV Wismar. Bereits in den Gruppenspielen konnte das Team von Trainer Eckhard Jesko voll überzeugen. Nach einem klaren 5:0-Sieg zum Auftakt gegen den FSV Kühlungsborn machten die Vorwendorfer gegen den SV Waren 09 zwei Sekunden vor dem Abpfiff durch ein Tor von Maik Kerinn den 2:1-Sieg perfekt. Allerdings war das PSV-Team damit noch nicht endgültig in der Zwischenrunde, denn mit einer Zwei-Tore-Niederlage gegen Gastgeber FC Anker Wismar wäre der Traum vom Halbfinale noch geplatzt. Durch einen verwandelten Neunmeter von Dennis Martens lag das Team von Trainer Eckard Jesko auch schnell mit 0:1 in Rückstand, doch Andy Holst markierte das umjubelte 1:1 für den PSV. Zwar hatte die Ankerfünf in der Folge noch zwei, drei klare Einschussmöglichkeiten, doch es blieb am Ende bei diesem Remis.
Im Halbfinale dann die wohl beste Partie der Wismarer PSV-Spieler, denn obwohl sie gegen den FC Eintracht Schwerin bereits mit 0:2 in Rückstand lagen, kamen sie durch Treffer von Sebastian Popp und Bob Henschel noch zum Ausgleich. Doch 33 Sekunden vor dem Abpfiff erlöste Ronny Rieling dann die Landeshauptstädter mit dem 3:2-Siegtreffer.
Im kleinen Finale ließ das Team von Trainer Eckhard Jesko dann dem Verbandsligisten SV Waren 09 keine Siegchance. Obwohl Tony Lübke die Warener Fünf in Führung gebracht hatte, drehte der PSV durch Tore von Andy Holst, Eric Greve, Bob Henschel und Sebastian Popp die Partie. Am verdienten Sieg änderte auch der Treffer zum 4:2 nichts mehr und die Wismarer konnten sich über 150 Euro für die Mannschaftskasse freuen.
Während sich der Mecklenburger SV entsprechend seinen Möglichkeiten gut verkauft hatte, enttäuschten der Vorjahressieger Rostocker FC, der FSV Kühlungsborn und Gastgeber FC Anker Wismar, den die viele Zuschauer mindestens im Halbfinale gesehen haben.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




