„Haben viel Ruhe hineinbekommen“

27.01.2006


In neun Tagen beginnt die Oberliga-Rückrunde des FC Anker Wismar. OZ befragte Präsident Bernd Kryczanowski über Änderungen in der Vereinsführung und der sportlichen Leitung.

OZ: Stimmt es, dass Wilfried Firgt nicht mehr Geschäftsführer ist?

Kryczanowski: Ja. Aus betrieblichen Gründen sahen wir uns dazu gezwungen, ihm zum 31. Januar zu kündigen. In der Zwischenzeit haben wir ihn freigestellt. Wegen eines Widerspruchs ist die Kündigung aber noch nicht rechtskräftig. Wir sind an einer einvernehmlichen Lösung interessiert.

OZ: Wer wird seinen Aufgabenbereich übernehmen?

Kryczanowski: Seine Arbeit ist gleichmäßig auf verschiedene Schultern verteilt worden.

OZ: Ohne zusätzliche Kosten für den Verein?

Kryczanowski: Ja.

OZ: Ist das eine langfristige Lösung?

Kryczanowski: Sie soll zumindest für die Rückrunde gelten.

OZ: Man hört ebenfalls, dass Mathias Tietze nicht mehr Co-Trainer ist.

Kryczanowski: Das haben wir mit ihm schon im Dezember besprochen. Trainer Alisic und ich haben ihm eröffnet, dass Mathias die Stellenbeschreibung eines Co-Trainers nicht ausfüllen kann. Er sollte andere Aufgaben bekommen, hat aber das Handtuch geworfen. Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren.

OZ: Wer wird neuer Co-Trainer?

Kryczanowski: Wir sind seit Dezember auf der Suche und haben in Bego Catic bereits einen Wunschkandidaten gefunden. Der muss allerdings bezahlt werden. Solange ich nicht weiß, wie ich ihn finanzieren kann, kann ich ihn nicht holen. Aber er wartet und steht für uns bereit.

OZ: Wie steht's um die finanzielle Situation des FC Anker?

Kryczanowski: Die ist nach wie vor angespannt. Wir setzen alles daran, durch bessere Marketingarbeit zusätzliche Gelder zu aquirieren, um die Verbindlichkeiten den Spielern gegenüber abzubauen. Das ist eine unserer größten Aufgaben.

OZ: Wann kehrt Ruhe ein beim FC Anker?

Kryczanowski: Ich denke, wir haben schon relativ viel Ruhe hineinbekommen gegenüber November und Dezember. Sicher sind Personalveränderungen vorgenommen worden, aber die gehören dazu. Es geht nicht nur um die betreffenden Personen, sondern auch um die Sachlage. Zu unseren aktuellen Spielern kann ich nur sagen, dass sie alle zufrieden sind. Das Trainingslager war ein voller Erfolg.

Interview: Robert Schwarz