Greifswalder eine Nummer zu groß

06.11.2006

Beim ungeschlagenen Tabellenführer bezog der FC Anker seine vierte Saisonniederlage und liegt damit bereits zehn Punkte zum GSV zurück. Beflügelt durch die gute spielerische und kämpferische Leistung der Vorwoche gegen den Malchower SV war das Verbandsliga-Team des FC Anker optimistisch zum Spitzenspiel nach Greifswald gereist. Aus einer sicheren Abwehr heraus wollten die Wismarer gefährliche Konter fahren und die Gastgeber damit beeindrucken.

Doch die Ankerelf bekam deutlich ihre Grenzen aufgezeigt, denn dieses Vorhaben ging bereits in der ersten Halbzeit voll nach hinten los. Bereits zur Pause führten die Boddenstädter mit 3:0 Toren und ließen dabei der Ankerelf keine einzige Torchance.

 
Bereits in der Anfangsphase drängten die Platzherren die Wismarer in die eigene Hälfte und erarbeiteten sich eine Reihe guter Chancen. So musste Ankerkeeper Krzystof Kawczynski in der 9. Minute gegen den frei durchgebrochenen Claas Weinmaar klären, bevor der gleiche Spieler drei Minuten später über die rechte Angriffseite kam, aber zum Glück nur das rechte Außennetz traf.

In der 18. Minute nutzte Weinmar dann seine dritte Chance, als er am langen Pfosten stehend einen zu kurz abgewehrten Eckball von Stefan Schwandt einschoss. Das beflügelte die Gastgeber noch mehr, und der Ex-Wismarer Enrico Maaßen trug sich dann in der 33. Minute in die Torschützenliste ein. Er hatte aus 20 m abgezogen, und sein Schuss wurde von der Ankerabwehr noch unglücklich zum 2:0 abgefälscht. Zur gleichen Zeit musste Marcel Heine verletzt vom Platz, eine weitere Schwächung für die Wismarer. In der 39. Minute dann noch das 0:3 aus Wismarer Sicht, als der baumlange Steffen Seering einen Eckball per Kopf in die Maschen schmetterte.

„Ihr steht viel zu weit von euren Gegenspielern weg und die Räume deutlich enger machen, damit wir hier nicht untergehen“, gab Ankertrainer Bego Catic seiner Elf für die 2. Halbzeit mit auf den Weg.

Doch es ging so weiter, wie die erste Halbzeit endete. In der 56. Minute die nächste Hiobsbotschaft. Nach einem Angriff über links kam Enrico Maaßen frei zum Schuss, der auf der Linie stehende Matias Schnöckel wurde dabei angeschossen, doch der Unparteiische aus Waren zeigte auf den Elfmeterpunkt, und Mathias Schnöckel die rote Karte. Steffan Schwandt ließ sich die Chance zum 4:0 nicht entgehen. „Wir werden diese Partie deutlich auswerten und auf unsere Schwächen hinweisen, damit diese abgestellt werden können. Am nächten Sonntag gegen Weitenhagen wird sich meine Mannnschaft deutlich besser präsentieren“, so Catic.

FC Anker mit: Kawczynski – Disic, Oldendorf, Körner, Hannemann, Zir (46. Jeske), Heine (33. Walter), Kerinn, Bednar, Schnöckel, Kucera.