Für Timo Lange ist ein Punkt das Minimalziel
12.11.2010
Dritter gegen Vierter heißt es morgen in der Fußball-Oberliga. Bei einem Sieg könnte der FC Anker Wismar sogar an Torgelow vorbeiziehen.Zehn Punkte hat der FC Anker aus den letzten vier Spielen einfahren können. Kann diese tolle Serie am morgigen Sonnabend ab 13.30 Uhr beim Torgelower SV Greif fortgesetzt werden?
Bis zum Abschluss der Punktspiele 2010 am 12. Dezember in Altlüdersdorf wird es für das Ankerteam nun hammerhart. In den nächsten Wochen gibt es einen Knaller nach dem anderen. Es beginnt morgen mit dem Punktspiel beim Tabellendritten in Torgelow, dann folgt das Pokalspiel gegen die Greifen in Wismar. In den folgenden drei Punktspielen steht noch die Heimpartie gegen Union Berlin II auf dem Programm, bevor dann die Auswärtspartien beim FC Hansa Rostock II und in Altlüdersdorf den Abschluss dieses erfolgreichen Fußballjahres bei der Ankerelf bilden.
In Torgelow geht es sportlich voran. Die Kräfte wurden gebündelt, der Ortsrivale Vorwärts Drögeheide schloss sich den Greifen an. Nach zwölf Spielen stehen die morgigen Gastgeber auf dem dritten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Berliner AK und einen Zähler hinter der 2. Mannschaft des FC Hansa Rostock. In Torgelow geht der Blick nach oben, denn das Ziel lautet Regionalliga. Dafür hat man einiges getan. Mit Clemens Lange konnte der Fußball-Oberligist einen prominenten Neuzugang präsentieren. Der 24-jährige Stürmer kam im August vom Regionalligisten VfB Lübeck. Davor spielte der gebürtige Rostocker beim SV Babelsberg, FC St. Pauli und beim FC Hansa Rostock. Zusammen mit Daniel Pankau konnte dieses Duo bereits 14 Tore erzielen. Mit 28 Treffern sind die Greifen bisher das torgefährlichste Oberligateam.
In den bisherigen zwölf Spielen gab es acht Siege und jeweils zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Diese Schlappen kassierten die Vorpommern beim 0:3 in Neustrelitz und beim 2:3 gegen FC Hansa Rostock II.
Wenn man die Angriffsstärke der Gastgeber betrachtet, so wird klar, dass der FC Anker morgen in der Abwehr besonders gefordert sein dürfte. Doch in den beiden letzten Partien war die Abwehrarbeit nicht gerade das Prunkstück, denn die Wismarer mussten jeweils zwei Gegentreffer hinnehmen. „Wir müssen uns gegenüber den letzten beiden Spielen in der Abwehrarbeit stabilisieren, sonst wird es schwer, einen Punkt mitzunehmen. Und dieser eine Punkt ist unser Minimalziel“, zeigt sich Anker-Trainer Timo Lange trotz der Schwere der Aufgabe kämpferisch.
Personell kann Lange aus dem Vollen schöpfen, einzig hinter dem Einsatz von Mittelfeldspieler André Hildebrandt steht noch ein Fragezeichen. „Hilde“ laboriert seit dem Spiel gegen Brandenburg an einer Knieverletzung.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




