Frühes Tor von Marcel Heine sichert Anker den Auswärtssieg
05.10.2009
Das Verbandsligateam des FC Anker setzte sich auch beim Rostocker FC knapp, aber verdient mit 1:0 Toren durch und feierte den achten Sieg im achten Punktspiel. Die Ankerelf muss von Woche zu Woche so konzentriert zu Werke gehen, weil ihr die Verfolger auf den Fersen bleiben. Härtester Rivale scheint der 1. FC Neubrandenburg zu sein. Die Mannschaft fegte den Pasewalker FV mit 7:1 förmlich vom Platz. Das Team liegt nur drei Punkte hinter dem FC Anker Wismar. Aber auch der FC Schönberg als Tabellendritter siegte in Polz mit 6:1-Toren.
Das Team von Trainer Timo Lange begann gegen den Rostocker FC gewohnt offensiv und konnte bereits nach fünf Minuten jubeln. Stefan Schwandt war auf der linken Angriffsseite angespielt worden, zog fast bis zur Eckfahne durch und flankte dann gefährlich nach innen. Am langen Pfosten stand Marcel Heine. Der drückte den Ball zur schnellen Führung über die Linie.
Allerdings schockte dies die Hausherren nicht. Sie starteten immer wieder gefährliche Konterangriffe. In der 12. Minute setzte Laudan mit einem gefährlichen Eckball ein erstes Achtungszeichen im Ankerstrafraum. Die Gäste blieben aber optisch immer leicht überlegen und hatten nach einer Ecke von Fabian Bröcker durch einen Kopfball von Andre Hildebrandt eine gute Tormöglichkeit, aber die Kugel strich knapp über den RFC-Kasten. Bis zur Pause dann erneut je eine Chance auf beiden Seiten. Während Ankerkeeper Johannes Höcker bei einem Schuss von Patrick Jankowski auf der Höhe war, fand in der 40. Minute ein Kopfball von David Rosinski nicht den Weg ins Rostocker Gehäuse.
Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, die Ankercrew optisch leicht überlegen, die Rostocker immer wieder auf Konter aus. Wieder waren nur wenige Minuten gespielt und der Torjubel lag auf den Lippen der mitgereisten Wismarer Fans. Nach einer Flanke von Andre Hildebrandt lag zwar Steffen Seering im Rostocker Tor, doch nicht der Ball. Bei hohen Bällen in den Strafraum hatte Anker deutliche Vorteile. Aber trotz dreier Ecken in Folge (63.) landete die Kugel nicht im Rostocker Gehäuse. Zwischenzeitlich dann immer wieder die Nadelstiche der Elf von Trainer Christofer Stoll, so als Alkan Kuyucu nach einer Flanke von der linken Seite im Ankerstrafraum an das Leder kam, es dann aber am Tor vorbei beförderte. In der 75. Minute noch eine letzte gute Möglichkeit der Gastgeber, als Kuyucu aus der eigenen Hälfte ein Solo startete, im Abschluss aber zu eigensinnig war und den Ball über das Ankertor setzte.
Mit den Einwechslungen von Mathias Schnöckel und Marcel Wulff kam noch einmal frischer Wind in die Angriffsaktionen der Gäste, allerdings meist nur nach Standardsituationen. So auch in der 81.
Minute, als Schnöckel von der rechten Seite einen Freistoß extrem gefährlich in den Strafraum schlug, dort den Kopf von Marcel Wulff fand, aber Johannes Schnepf im Rostocker Tor irgendwie noch die Hand an den Ball bekam und seiner Mannschaft damit immer noch die Chance auf eine Punkteteilung erhielt. „Der Kopfball war so platziert, eigentlich war es unmöglich, den Ball noch zu parieren", machte „Wulffi" dem Rostocker Schlussmann ein Kompliment für diese Rettungstat.
„Auf diesem kleinen Platz konnte man spielerisch nicht brillieren, solche Spiele müssen einfach nur gewonnen werden", so Mannschaftskapitän Fabian Bröcker, der sich zum ersten Mal in dieser Saison aber nicht selbst in die Torschützenliste eintragen konnte. „Dass wir nicht jedes Spiel im Hurrastil und mit 7:0 wie am letzten Wochenende gegen Polz gewinnen werden, ist doch klar. Aber ob 1:0 oder 7:0, am Ende zählen die drei Siegpunkte. Die Rostocker Elf hat uns voll gefordert, wir haben bereits die vierte Partie in Folge hinten zu Null gespielt. Und das ist die Grundlage für ein erfolgreiches Spiel", so Ankertrainer Timo Lange nach dem Spiel.
Am nächsten Wochenende ruht der Punktspielalltag. Dann ist der FC Anker Sonnabend ab 14 Uhr beim Landesligisten TSG Gadebusch zu Gast. In dieser Partie zählt wieder nur eins, ein Sieg und damit der Einzug in die 4. Pokalrunde.
FC Anker Wismar mit: Höcker - Gierahn, L. Kanter, Seering, Laumann - Rosinski, A. Hildebrandt (88. Hannemann, Bröcker, Schwandt (80. Schnöckel) - Moussa (74. Wulff), Heine.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




