Florian Zysk sorgte mit seinem Tor für die Vorentscheidung
08.10.2006
Der FC Anker Wismar ist durch einen 2:0-Auswärtssieg bei der SG Ludwigslust/ Grabow 03 in das Achtelfinale des Landespokals eingezogen. Der Spielausschuss des Landes plant nun die Auslosung für dieses Achtelfinale am nächsten Sonnabend in der Pause der Partie der Hansestädter gegen den FC Neubrandenburg 04 vorzunehmen. Die Elf vom Trainerduo Bego Catic und Jürgen Rohloff tat sich aber wieder verhältnismäßig schwer, denn die Vorentscheidung war erst dem zur Pause eingewechselten Florian Zysk vorbehalten, der in der 66. Minute mit seinem Treffer den 2:0-Endstand perfekt machte.
Catic hatte seine Mannschaft bereits im Vorfeld gewarnt, die Hausherren trotz des 4:0-Erfolges vor einigen Wochen auf die leichte Schuler zu nehmen, doch die Gastgeber erspielten sich trotzdem eine optische Überlegenheit. Dreimal dann auch Glück für die Ankerelf, denn während Steffen Kretschmer in der 16. und 37. Minute für die Hausherren nur das Lattenkreuz traf war Marcel Heine mit der ersten Chance für die Gäste erfolgreich. Nach einem Freistoß hatte der 18-jährige aus zwanzig Metern beherzt abgezogen und die Kugel schlug unhaltbar neben dem linken Pfosten ein. Für Grabow’s Keeper Kay Roby gab es dabei keine Abwehrchance. Zwischen der 55. und 66. Minute dann Chancen auf beiden Seiten. Zuerst strich ein Schuss von Maik Kerinn am langen Pfosten vorbei ins Aus (55.), dann klärte Patrick Oldendorf gegen Oliver Bahls (56.), bevor die Kugel in der 57. Minute wieder im Grabower Tor lag, der gut amtierende Schiedsrichter Michael Lübcke aber auf Abseits entschied.
Und dieses „Wechselspielchen“ ging munter weiter. So ließ Lukas Bednar in der 61. Minute seine Mannschaftskollegen ziemlich blass werden, als er das Kunstleder völlig unbedrängt quer spielte, Danny Thomas dazwischenlief, der nur noch Keeper Krzysztof Kawczynski vor sich hatte, aber zum Glück für die Ankerelf diese große Chance zu unkonzentriert vergab und das Streitobjekt am langen Pfosten vorbeizog (61.). In der 66. Minute dann die Entscheidung zugunsten des Verbandsligisten. Vladimir Zir hatte sich auf der linken Angriffsseite gut in Szene gesetzt, war bis zur Grundlinie durchgebrochen, gefühlvoll quer auf den mitgelaufenen Florian Zysk gespasst und der sich diese Chance zum 2:0 nicht entgehen ließ. Da die Ankerelf in der verbleibenden Zeit aber wieder zu unkonzentriert blieb, mehrfach in die Abseitsfalle der SG 03 tappte“ und nur durch einen Kopfball des eingewechselten Philipp Kiel noch eine Chance verbuchen konnte (79.), blieben die Hausherren bis zu Schlusspfiff immer weiter gefährlich.
„Nach nun inzwischen zehn Spielen merkte man meiner Elf etwas die Müdigkeit an, doch am Ende ist nur der Einzug ins Achtelfinale maßgebend und den haben wir geschafft. Ich hoffe nun auf ein gutes Los für die nächste Runde am 24./ 25. November. Ein Heimspiel gegen eine Verbandsligisten wäre mein Wunsch, aber auch eine Partie gegen den FC Schönberg oder ein anderes Oberligateam würde sehr reizvoll sein“, so Catic.
FC Anker Wismar mit: Kawczynski – T. Kählert, Bednar, Oldendorf, Springer – Disic, Körner (46. Zysk), Kucera, Heine (81. Hannemann) – Zir, Kerinn (70. Kiel)




