FC Anker Wismar zum Derby auf Paulshöhe
06.05.2004
Am 26. Spieltag der Verbandsliga gastiert der FC Anker Wismar am Sonntag um 14 Uhr im traditionsreichen Sportpark Paulshöhe und trifft dort auf die Gastgeber vom FC Eintracht Schwerin. Auf dieser Anlage gab es schon vor über 50 Jahren brisante Derbies zwischen Wismarer und Schweriner Mannschaften, so manche Wismarer Fußballgröße wie Heiner Minuth, Willy „Schiller Boldt (er feiert am Sonntag seinen 76. Geburtstag) und Günther Szewierski und aus jüngeren Zeiten Klaus Peter Stein, Dieter Zimmermann und Heinz Baade lieferten sich dort tolle Duelle mit ihren Gegenspielern.
Aufstiegschancen können nur mit Sieg erhalten werden
In den letzten Jahren waren die Punktspiele sehr rar gesät, denn die Landeshauptstädter spielten fast durchweg eine Klasse höher. Und als der FC Anker seine im Spieljahr 2000/01 seine erste und bisher einzige Oberligasaison spielte, war die Eintrachtelf gerade in die Verbandsliga abgestiegen. Einzig die Pokalbegegnung im September 2002 (der FC Eintracht gewann mit 4:2 Toren) hatte Pflichtspielcharakter. So war das Hinspiel am 25. Oktober die erste Punktspielbegegnung seit vielen Jahren. Am Ende blieb die Ankercrew durch Treffer von Stephan Müller, Enrico Maaßen und Thomas Haese bei einem Gegentor durch Foulstrafstoß von Christian Donner damals mit 3:1 erfolgreich.
So wie sich die Konstellation an der Tabellenspitze der Verbandsliga augenblicklich darstellt, kann dem 26. Spieltag eine vorentscheidende Bedeutung zukommen, da die Torgelower Greifen mit der Auswärtspartie in Waren ebenfalls an einem sehr schweren Brocken zu knabbern haben. Wie dominant der FC Anker und die Vorpommern in dieser Saison sind, zeigt alleine die Tatsache, dass die Greifen fünf Spieltage vor Saisonende bereits zwei Punkte mehr auf dem Konto haben als der letztjähriger Aufsteiger aus Sievershagen. Auch der FC Anker hat sein Abschlussergebnis des letzten Spieljahres bereits um zwei Punkte verbessert und mit augenblicklich 82 Toren bereits jetzt das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erreicht. Ohne einen Oberligaaufstieg wäre das aber ein Muster ohne Wert. Deshalb schielen die Hansestädter an diesem Wochenende natürlich nach Waren und hoffen auf einen Ausrutscher der Torgelower Elf. Sollte die Elf von Trainer Ehrke auch in Waren erfolgreich bleiben, würde das Unterfangen Aufstieg für die Ankerelf ungleich schwerer werden.
„Vorher steht natürlich noch die Aufgabe für uns, auf der Paulshöhe siegreich zu bleiben. Das wird ein ganz schweres Unterfangen für uns, denn die Eintrachtelf hat in der Rückrunde einen deutlichen Leistungssprung gemacht. Sie bezwang auf eigenem Platz z.B. Torgelow mit 2:1 Toren und fegte am letzten Wochenende den Parchimer FC auf deren Anlage gleich mit 6:1 vom Platz“, wies Ankertrainer Axel Rietentiet seine Elf auf die Schwere der sonntäglichen Aufgabe hin. „Wenn wir von Beginn an konzentriert spielen und unsere Torchancen konsequent nutzen sollten wir am Ende den Platz trotzdem als Sieger verlassen“, zeigte sich Rietentiet trotzdem optimistisch.
Personell hat das Wismarer Trainerduo das bestmögliche Aufgebot zur Verfügung. Wieder im Kader steht auch Mamadou Diallo, der gegen Malchin seine Gelbsperre „abbrummen“ musste. Wer für Diallo seinen Platz in der Anfangsformation verliert, oder ob der Senegalese auf der Ersatzbank Platz nehmen muss, wird sich erst am Spieltag entscheiden.
SV Hafen Rostock – Malchower SV 90 (0:0, Sonnabend 13 Uhr)
SV Emco Strasburg – FC Pommern Stralsund (0:4)
Pasewalker FV – Parchimer FC 92 (2:2)
ESV/ Empor Greifswald – Rostocker FC (4:3)
FC Tollense Neubrandenburg – SV Blau Weiß Polz (2:2, alle Sonnabend 14 Uhr)
FSV Malchin 1919 – SG Warnow Papendorf (1:1)
SV Waren 09 – Torgelower SV Greif (2:1, beide Sonnabend 15 Uhr)
FC Eintracht Schwerin – FC Anker Wismar (Sonntag, 14 Uhr, 1:3)




