FC Anker Wismar will ersten Sieg gegen die Hauptstädter einfahren

20.04.2012

Fußball. Oberliga: Wenn morgen ab 14 Uhr der Unparteiische Daniel Köppen (FSV Optik Rathenow) beide Teams auf den Rasen des Kurt-Bürger-Stadions führen wird, stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die mit völlig anderen Zielen in die Saison 2011/ 12 gegangen sind. Die Hauptstädter hatten analog dem Torgelower SV Greif, dem FC Hansa Rostock II, der TSG Neustrelitz und dem FSV Optik Rathenow, um nur einige zu nennen, den Regionalligaaufstieg als Ziel gesetzt. Doch mehr als ein neunter Tabellenplatz sprang in der bisherigen Saison noch nicht heraus. Und auch die Hansestädter wollten in der Tabelle einen deutlich besseren, als den augenblicklich Dreizehnten, Platz einnehmen.

Während der FC Anker ganz katastrophal in die Saison gestartet war, war der  Saisonauftakt der Hauptstädter durchwachsen, aber spätestens nach dem ersten Trainerwechsel fielen die Berliner in der Tabelle immer weiter zurück. Heiko Bonan (1-4 Spieltag), früher 1. FC Magdeburg und beim BFC Dynamo, war im September nach Saudi Arabien zu Al-Hilal Riad gewechselt. Sein Nachfolger Igor Lazic (5-15 Spieltag) musste nach der 0:1-Heimniederlage am letzten Rückrundenspieltag die Geschicke an Renè Gritschke übergeben. Dieser holte mit dem Team in den letzten acht Spielen insgesamt 11 von 24 Punkten. Allerdings ging es in den letzten Wochen jetzt deutlich bergauf mit der Formkurve des zehnmaligen DDR-Meisters. Einem 5:1-Auswärtssieg in Brandenburg (der FC Anker unterlag bei den Südlern sechs Tage später mit 0:2-Toren) folgte ein torloses Remis beim Aufstiegsaspiranten TSG Neustrelitz und vorgestern feierte der BFC Dynamo im Nachholspiel gegen den Malchower SV ein verdienter 2:0-Erfolg. Tobias Kurbjuweit und Matthias Steinborn waren die Torschützen für die Berliner, die also mit jeder Menge Selbstvertrauen ins Kurt-Bürger-Stadion kommen werden.

Doch auch das Ankerteam sollte mit dem notwendigen Selbstvertrauen in diese Partie gehen. In den letzten Begegnungen war eine deutliche spielerische Steigerung zu erkennen. „Wir haben jeweils sehr gut agiert, sind am Ende dafür aber nicht belohnt worden. Doch immer können wir unseren Fans das nicht erklären. Wir haben in dieser Woche viermal trainiert und uns so optimal auf diese Begegnung vorbereitet. Wir müssen einfach wieder im Abschluss cooler werden, wie z.B. in den Partien gegen Germania Schöneiche und Optik Rathenow“, so Trainer Timo Lange.

Personell hat sich gegenüber der Vorwoche nichts geändert. Bis auf den langzeitverletzten Mathias Schnöckel steht das bestmögliche Aufgebot am Sonnabend zur Verfügung.

Ein Glückwunsch von dieser Stelle geht auch an Mittelfeldspieler Michael Borchert. Der Ex-Rostocker feierte am Dienstag seinen 21. Geburtstag. Borchert, Erik Schameitke und Martin Giermeier sind die „Nesthäkchen“ der Hansestädter.

von Andreas Kirsch