FC Anker Wismar vor erster Auswärtshürde

11.08.2006

Nach dem unerwarteten 5:1-Heimsieg gegen den Pasewalker FV steht das junge Ankerteam Sonntag ab 14 Uhr vor der ersten Auswärtsaufgabe. „Wir wollen den Heimsieg gegen die Vorpommern nicht überbewerten, denn das Team von Trainer Bernd Wunderlich war an diesem Nachmittag nicht verbandsligatauglich. Wir müssen also am Sonntag im Lübzer Rudolf-Harbig-Stadion mit deutlich mehr Gegenwehr rechnen“, so Co-Trainer Jürgen Rohloff. In diese Partie beim letztjährigen Tabellenzehnten (neun Siege, acht Unentschieden und 13 Niederlagen und ein Torverhältnis von 41:53) gehen die Hansestädter fast mit der gleichen Besetzung wie am letzten Wochenende. Fehlen wird aber leider Maik Kerinn.

Der sympathische Angreifer hat in den letzten Spielen den Durchbruch geschafft und sich einen Stammplatz erkämpft. Er schoss gegen Pasewalk das wichtige Führungstor. Bei diesem Spiel fehlt er aber aus privaten Gründen. „Ich musste bereits im Januar meinen Urlaub und die Urlaubsreise planen. Da war ja noch nicht daran zu denken, dass ich im Sommer den Sprung in das Verbandsligateam schaffe“, so der Stürmer.

Weiterhin werden die langzeitverletzten Thomas Kählert, Sebastian Peters, Daniel Brunsch und René Wenzel ausfallen, so dass das Wismarer Trainerduo mit 14 Spielern nach Lübz reisen wird. „Wir werden uns am Sonntag um zehn Uhr zu einem gemeinsamen Frühstück treffen und uns auf das Spiel vorbereiten. Wir gehen auf gar keinen Fall chancenlos in die Partie, denn auch die Elf aus der Stadt der Bierbrauer kocht nur mit Wasser. Mit Florian Zysk und Denny Jeske haben wir zwei torgefährliche Spieler, die auch auswärts treffen werden. In der Abwehr werden wir die Fehler von Spieltag zu Spieltag immer mehr abstellen“, so Anker-Trainer Bego Catic.

Die Lübzer Elf ist unter Trainer Andreas Ritter mit einer Punkteteilung in die neue Saison gestartet. Beim Aufsteiger in Pastow konnte Steven Benske in der 87. Minute das Führungstor des Verbandsliganeulings ausgleichen und seine Elf vor einem Fehlstart bewahren. Im 22-köpfigen Kader der Lübzer stehen mit Thomas Pingel und Marcel Gieseler auch zwei Spieler, die den Wismarer Fußballfans bekannt sein dürften. Während Pingel zwischen 2001 und 2003 seine Töppen für die Ankerelf schnürten, stürmte Gieseler in der Oberligasaison 2004/05 für die Hansestädter.

Inzwischen befinden sich auch die drei tschechischen Probespieler zum Training und zu Vertragsgesprächen wieder in der Hansestadt. „Wenn es unsere finanziellen Mittel erlauben, würde ich gerne die drei Spieler verpflichten, denn dann hätten wir eine perfekte Achse Abwehr – Mittelfeld – Angriff und könnten dem Ziel Klassenerhalt noch deutlich optimistischer entgegensehen“, meint Trainer Bego Catic.