FC Anker Wismar verschenkte erneut zwei Heimpunkte
13.04.2010
Von ANDREAS KIRSCH
Fußball-Verbandsliga.
Es bleibt dabei,gegen sehr defensiv eingestellte Gegner tut sich der FC Anker sehr schwer. Das Abwehrquartett der Gäste hat während des gesamten Spiels die Ankerhälfte nicht betreten. Sicher nicht schön für den Fußball, aber der Erfolg heiligt scheinbar die Mittel. Im und vor dem eigenen Strafraum agierten die Gäste kompromisslos, da waren dann auch die sechs gelben Karten uninteressant, da sie ja immer wieder das Angriffsspiel der Platzherren unterbrachen. RFC-Trainer Stoll sprach in der Pressekonferenz dann auch von viel Leidenschaft seiner Mannschaft. Das galt aber nur für seine Hintermannschaft, denn einen Sturm hatten die Rostocker praktisch nicht. Trotzdem erarbeiteten sich die Hausherren eine Reihe sehr guter Chancen. Bereits zur Pause hätten sie mit drei, vier Toren führen können, ja müssen. Nach der Pause das gleiche Bild. Eine Angriffswoge nach der anderen rollte auf das Rostocker Gehäuse zu. In der 51. Minute landete der Ball nach einem Kopfball von Marcel Bernier wieder am Pfosten, in der 62. Minute setzte sich Stefan Schwandt gegen drei Rostocker durch, kam aus halbrechter Position frei zum Schuss, fand aber in Schnepf wieder seinen Meister. Die einzige Chance der Gäste dann in der 82. Minute. Nachdem die Rostocker Hintermannschaft wieder einen Angriff abgefangen hatte, landete ein Befreiungsschlag in der Ankerhälfte. Der kurz vor der Mittellinie postierte André Hofer startete alleine Richtung Ball, doch Ankerkeeper Johannes Höcker hatte aufgepasst und kam Sekundenbruchteile früher ans Leder. Obwohl der sehr gut amtierende Unparteiische Peter Brügmann vor 400 Zuschauern drei Minuten nachspielen ließ, konnten die Hausherren auch daraus kein Kapital schlagen. In der 93. Minute kam Schwandt sogar noch einmal völlig frei an die Kugel, doch er setzte das Streitobjekt über die Latte. Dann der Abpfiff und die Enttäuschung auf Wismarer Seite. dennoch bleiben die Hansestädter seit genau 400 Tagen ohne Punktspielniederlage. „Es klingt vielleicht etwas unverständlich, dass ich teilweise mit dem Spiel auch nicht unzufrieden war. Wir haben den Gästen nur eine Chance gelassen, alles andere hat meine Hintermannschaft schon vor der gefährlichen Zone geklärt", gewann Ankertrainer Timo Lange dem Spiel positive Seiten ab und meinte weiter: „Wir haben bereits 18 Spiele absolviert, in denen wir ohne Gegentor geblieben sind. Darauf lege ich auch sehr viel Wert. Letztlich muss ich meiner Mannschaft aber den Vorwurf machen, dass sie das halbe Dutzend guter Möglichkeiten nicht zumindest für ein Tor genutzt hat. Denn trotz der starken Rostocker Abwehrleistung hätten wir zwei, drei Tore schießen müssen. Aber wir werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um unser Aufstiegsziel umzusetzen. Dieser Punktverlust wird uns nicht umwerfen."
Anker mit: Höcker -Martens, Seering, Laumann, Schnöckel - Heine, Bröcker, A. Hildebrandt, Schwandt - Bernier (60. Gierahn), Moussa (84. Riebschläger)
von Andreas kirsch




