FC Anker Wismar leicht und locker ins Pokalachtelfinale
07.09.2008
Der FC Anker Wismar hat mit einem klaren 4:1-Sieg bei AWO Hagenow die 3. Pokalrunde erreicht, die am Wochenende 11./ 12. Oktober ausgetragen wird. Die Hansestädter konnten damit im Gegensatz zu einigen anderen Teams ihrer Favoritenrolle eindeutig gerecht werden, denn es mussten insgesamt drei Verbandsligisten gegen unterklassige Teams Niederlagen hinnehmen. So unterlagen der FC Eintracht Schwerin in Grevesmühlen (0:2), der Pasewalker FV in Grimmen (1:3) und der Rostocker FC in Güstrow (0:2).
In Hagenow hatte der letztjährige Pokalfinalist vor 200 Zuschauern praktisch keine Mühe, denn die Hansestädter dominierten die Partie praktisch nach Belieben. Als einzige Manko im Spiel blieb die Tatsache, dass die Treffer zum letztlich klaren Sieg durch die ungenügende Chancenverwertung erst in den letzten zwanzig Minuten erzielt wurden. „Ich bin mit dem Ergebnis und dem Spiel sehr zufrieden. Wir sind zu keiner Zeit in Bedrängnis gekommen, haben den Hausherren praktisch keine Siegchance gelassen und sind verdient in das Pokalachtelfinale eingezogen", so Ankertrainer Bego Catic.
Besonders Fabian Bröcker hatte an diesem Nachmittag Pech, denn der Ex-Braunschweiger Profi traf erst bei seinem fünften Versuch, der dann der Treffer zum vorentscheidenden 2:0 war. Zweimal strichen seine Freistöße nur knapp über das Hagenower Gehäuse, dann klatschte seine Direktabnahme nach einer Ecke an den rechten Pfosten, bis er nach einem Grundliniendurchbruch von Marcel Heine endlich für sein unermüdliches rackern belohnt wurde.
Selbst nicht als Torschütze in Erscheinung getreten, aber an drei Treffern unmittelbar beteiligt war bei dieser Partie Mittelfeldspieler Marcel Heine. Beim Führungstreffer durch einen direkten Knaller von Maik Kerinn (30.), dem schönsten Tor des Tages, war er der Flankengeber, ebenso beim 2:0 durch Fabian Bröcker (69.) und beim 4:0 durch einen Kopfballtreffer von Martin Nienkarken (82.). „Letztlich ist es egal, wer die Tore erzielt, wichtig war, dass wir den Einzug in die nächste Pokalrunde geschafft haben und dort ein interessantes Los ziehen", so der U21-Landesauswahlspieler der mit der Landesauswahl am nächsten Wochenende in Bad Blankenburg weilt.
In der Schlussphase hatten die Hausherren dem Laufspiel der Ankerelf nichts mehr entgegenzusetzen, die dann endlich auch ihre Chancen eiskalt nutzte. So konnten sich auch die Abwehrspieler immer wieder mit in den Angriff einschalten. Niels Laumann zeichnete sich dann auch noch als Vollstrecker aus, als er nach Zuspiel von El Mouadan Chaffre den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 erzielen konnte (79.). Aber auch die Gastgeber konnten dann noch einen Treffer bejubeln, als Tobias Lenz nach einer Unaufmerksamkeit in der Anker-Hintermannschaft zum 1:4-Endstand verkürzen konnte (84.).
Am nächsten Sonnabend geht dann der Punktspielalltag weiter. Dann empfangen die Hansestädter den Tabellenfünften Sievershäger SV. Die Randrostocker hielten sich im Pokal ebenso schadlos, denn das Team von Trainer Jens Hillringhaus konnte sich beim Kröpeliner SV mit 1:0 durchsetzen.
Am Freitag gab es im Verbandsligateam des FC Anker eine weitere Personaländerung, denn Stammkeeper Krzysztof Kawczynski beendete sein mehrjähriges Engagement beim FC Anker und geht in seine polnische Heimat zurück. Wünschen wir ihm auch dort solch große sportlichen Erfolge wie er sie in Wismar, Schönberg und Neustrelitz hatte.
FC Anker mit: Hannemann - Gagzow, St. Hildebrandt, Laumann, Kanter (85. Oldendorf) - A. Hildebrandt (70. Nienkarken), Bröcker, Heine, Rosinski - Kerinn, Chaffre (81. Körner).
Zuschauer: 197
von Andreas Kirsch OZ




