FC Anker Wismar geriet durch Doppelschlag auf Verliererstraße

12.08.2007

Innerhalb von nur sechs Tagen musste der FC Anker Wismar die zweite Niederlage hinnehmen und bleibt damit weiterhin im Tabellenkeller. Gegen den Rostocker FC steckte das Wismarer Team eine herbe 1:4-Klatsche ein, wobei alle fünf Treffer in der zweiten Halbzeit fielen.

„Mit unserer jungen Mannschaft ist im Augenblick nicht mehr möglich. Wir müssen unsere wenigen Chancen nutzen und dann einen Vorsprung absichern. Aber bis jetzt sind wir nie in Führung gegangen und mussten Rückständen hinterherlaufen. Diese nötige Routine muss sich die Mannschaft erst erarbeiten. Nachdem wir die Abgänge sehr wichtiger Spieler nicht kompensieren konnten, haben wir auf den Fakt hingewiesen, dass es eine sehr schwere Saison für uns werden wird. Vielleicht gehen wir am nächsten Wochenende in Lübz in Führung und können dann unser Spiel aufziehen“, bleibt Ankertrainer Bego Catic aber trotzdem optimistisch.

„Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“ hatte RFC-Trainer Matthias Döschner im Vorfeld der Begegnung gesagt, nach dem Ablauf der gesamten neunzig Minute war sein Team aber eindeutig das Bessere. Vor der Pause hatten beide Mannschaften ihre Torchancen, so klärte Robert Dammköhler in der 13. Minute auf der Linie, ein Kopfball von Dirk Taflo ging ebenso knapp am Rostocker Tor vorbei (23.), wie ein toller Schuss von Tom Körner in der 27. Minute.

Die Gäste hatten ihre besten Möglichkeiten in der 17. Minute, als Scholz unbedrängt nach innen zog, doch der Ball aus 14 Metern über das Tor ging und nach Eckbällen, die stets gefährlich waren.

Nach der Pause noch zwei sehr gute Möglichkeiten für die Hausherren, aber bei einer gefährlichen Eingabe von der rechten Seite durch Martin Thom stand in der Mitte kein „Abnehmer“ und auch Tom Körner traf eine Minute später nicht ins Tor der Gäste. Das rächte sich innerhalb von sechzig Sekunden. Zuerst zirkelte Tino Krasse einen Freistoß aus 22 Metern ins Ankertor (54.), dann unmittelbar nach Wiederanpfiff ein Fehlabspiel der Hausherren im Mittelfeld und der gerade eingewechselte Markus Neun markierte die Vorentscheidung.

Jetzt kontrollierte die Elf des 40-fachen DDR-Nationalspielers die Partie und nach einem Distanzschuss von Martin Drewniok, den Kawczynski noch hervorragend pariert hatte, staubte Ringo Scholz zum 0:3 ab (66.). Positiv hervorzuheben ist aber auch die Tatsache, dass Anker nie aufsteckte. In der 69. Minute lag der Ball dann das erste Mal im Rostocker Gehäuse, doch der Unparteiische entschied auf Abseits (??). Das 1:3 durch einen Kopfball von Florian Zysk nach Freistoß von David Rosinski zählte dann aber (76.), bevor ein weiterer Kopfball von ihm von der Linie geköpft wurde. „ Wenn hier das 2:3 fällt, hätte es noch einmal ganz eng werden können“, so Döschner. Doch Wenn und Aber zählt im Fußball nicht, denn den Schlusspunkt setzte Scholz in der 87. Minute mit seinem zweiten Tor. Bitter für die Ankerelf dann auch noch die rote Karte für Dennis Martens in der 90. Minute. Ein völlig unnötiges Nachhaken des Abwehrspielers, denn unmittelbar danach pfiff Schiedsrichter Steffen Hösel (Rövershagen) die Partie ab.

FC Anker Wismar mit: Kawczynski - Rosinski, Oldendorf, Levetzow, Schnöckel - Thom (60. Martens), Taflo, Körner, Heine (83. Kitschke) - Zysk, Kerinn (60. Törber).