FC Anker will neunten Sieg im neunten Punktspiel

16.10.2009

Verbandsligist FC Anker Wismar erwartet morgen um 14 Uhr im Kurt-Bürger-Stadion die Mannschaft von der HSG Greifswald. Nachdem am letzten Wochenende der Punktspielalltag ruhte und die dritte Pokalrunde ausgetragen wurde, geht es morgen mit dem neunten Verbandsligapunktspiel zwischen dem FC Anker und der HSG Greifswald wieder um die drei Siegzähler. Beginn im Kurt-Bürger-Stadion ist um 14 Uhr. Als Schiedsrichter fungiert Alexander Teuscher (SC Eilbek Hamburg).

Obwohl es dem Namen nach scheint, als würde der FC Anker gegen einen neuen Gegner spielen, täuscht diese Annahme. Die HSG Greifswald ist praktisch der Nachfolger des Verbandsligateams VSG (Verein für Gemeinschaftspflege) Weitenhagen. Der Wechsel der Weitenhäger Elf vollzog sich ziemlich unproblematisch, denn das VSG-Team blieb im Großen und Ganzen zusammen. Mit dem Zusammenschluss VSG-HSG haben sich für das Verbandsligateam die sportlichen Rahmenbedingungen wesentlich verbessert. Trainiert wird jetzt im Volksstadion. Auch alle Heimspiele sollen hier ausgetragen werden. „Wir sind ja aus Weitenhagen weg, weil die Trainingsbedingungen dort katastrophal waren", blickt Vorstandsmitglied Gerth noch einmal zurück. Der Vorplatz habe meist unter Wasser gestanden. Im Winter sei er oft nicht nutzbar gewesen. „Wir streben einen Platz unter den ersten sechs an, wollen in der Verbandsliga anständig mitspielen", sagt der neue Abteilungsleiter Bernd Jordan.

Nach dem 4. Spieltag gab Norbert Freese, bis dato Cheftrainer der Verbandsligaelf, seinen Rücktritt bekannt. Und der „Neue", Bernd Wunderlich, ist in Mecklenburg kein unbeschriebenes Blatt. Bevor er 2008 den Rostocker FC übernahm, betreute er die Mannschaften von Tollense Neubrandenburg, Pommern Stralsund und vom Pasewalker FV. Nun trainiert er also die HSG Uni Greifswald.

Der FC Anker tanzt ja wie bekannt weiterhin auf beiden Hochzeiten und will in beiden Wettbewerben das Maximale erreichen. Dass diese Aufgaben durch „gewisse Umstände" teilweise sehr schwer zu bewältigen sind, hat das Pokalspiel in Gadebusch bewiesen. Trotzdem will das Ankerteam morgen ab 14 Uhr „alle Neune" perfekt machen und im neunten Punktspiel den neunten Sieg einfahren. Beim Kegeln sind Neun zwar die Maximalpunktzahl, der FC Anker will diese Zahl aber nur als Durchgangsstation sehen, denn für einen Oberligaaufstieg müssen weitere Siege folgen. Ein Erfolg gegen die HSG-Elf würde die Bilanz der Hansestädter auf 21 ungeschlagene Spiele (16 Siege und fünf Unentschieden) in Folge ansteigen lassen.

Für die morgige Partie steht Ankertrainer Timo Lange sein (fast) bestes Aufgebot zur Verfügung, denn es fehlt nur Steffen Seering, der im Pokalspiel die rote Karte gesehen hatte. Er wird morgen definitiv nicht im Aufgebot stehen.

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)