FC Anker will in die Oberliga aufsteigen

07.08.2009

Heute Abend beginnt für den FC Anker Wismar der Start in die neue Verbandsligasaison. Das Team von Cheftrainer Timo Lange gastiert um 19.30 Uhr beim SV Waren 09. Über die neuen Ziele sprach OZ mit ihm und dem Präsidenten Reinhart Kny.

OZ: Der FC Anker Wismar hat in der zurückliegenden Saison den dritten Platz in der Verbandsliga belegt und damit knapp den Aufstieg in die Oberliga verpasst. Wohin soll diesmal die Reise gehen?

Kny: Wir haben in der vergangenen Saison eine gute Arbeit im Männerbereich geleistet. Das zeigte sich im Aufstieg der zweiten Mannschaft und in den Vorbereitungsspielen auf die neue Saison der ersten Mannschaft. In allen Mannschaftsteilen war ein deutlicher Leistungsanstieg zu erkennen. Deshalb kann es nur um den Aufstieg in die Oberliga gehen.

Lange: Da brauchen wir gar nicht drumherum zu reden: Unser Ziel ist der Aufstieg in die Oberliga.

OZ: Die Verbandsligamannschaft hat unter Führung von Cheftrainer Timo Lange bisher kein Punkt- und Testspiel verloren. Darunter waren Gegner wie Bundesligist Hannover 96, Zweitligist Hansa Rostock, Regionalligist Hansa Rostock II, Oberligist Malchower SV. Worauf führen Sie die Leistungsexplosion der Mannschaft zurück?

Lange: Das Team hat sich in der Vorbereitungszeit mit den Neuzugängen schnell gefunden und in den Spielen eine gewisse Grundordnung im Abwehrbereich erreicht sowie mit dem nötigen Selbstvertrauen nach vorne gespielt. Bisher hat sich jeder Spieler voll reingehängt. Ich spüre, dass die Mannschaft gewachsen ist. Wir haben schon das nötige Selbstbewusstsein, um in der kommenden Verbandsligasaison erfolgreich zu sein.

OZ: Und wie sieht es im Kinder- und Jugendbereich aus?

Lange: Wir haben in den letzten zwei Jahren mit unseren Nachwuchsmannschaften eine positive Entwicklung genommen. Die Trainer sind immer bestrebt, unsere Talente zu fordern und zu fördern und somit eine gute Basis zu schaffen, für den Männerbereich. Ziel ist es, mit einer Nachwuchsmannschaft den Sprung in die Regionalliga zu schaffen.

OZ: Das klingt ja alles gut. Die Wirtschaftskrise hat aber bereits Wismar erreicht. Die Wadan-Werft befindet sich in der Insolvenz. Kann sich der FC Anker die Oberliga überhaupt leisten?

Kny: Gerade in der schwierigen Zeit ist es notwendig, dass wir stabil den Kinder- und Jugendsport in unserem Verein und damit auch den Männerbereich allseitig unterstützen. Wir haben in den letzten zwei Jahren ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Sponsoren aufgebaut und gehen mit dem Wissen in die Saison, dass unsere finanzielle Basis für das Spieljahr 2009/2010 abgesichert ist.

OZ: Wie wichtig sind Ihnen hierbei die Fans?

Lange: Das starke Zuschauerinteresse in den Vorbereitungsspielen wollen wir natürlich auch in die Saison mitnehmen und würden uns wünschen, dass die Fans uns auch in der Verbandsliga so zahlreich unterstützen. Wir spielen nicht zum Selbstzweck, sondern trainieren und spielen natürlich auch für den Anker-Anhang.

Kny: Die Eintrittsgelder sind ein entscheidender Beitrag für die Aufrechterhaltung unseres gesamten Trainingsbetriebes, von der G-Jugend bis zu den Männern und Frauen. Deshalb freuen wir uns über jeden Fan, der ins Stadion kommt. Wir müssen erreichen, dass wir wieder eine größere Ankergemeinschaft werden. Die Mannschaft wird es den Zuschauern mit anprechenden Leistungen auf dem Platz zurückzahlen.

OZ: Wie viele Mitglieder und Mannschaften hat der Verein?

Lange: Wir haben 440 Mitglieder, davon spielen über 200 aktiv Fußball, und insgesamt 18 Mannschaften, darunter ist auch eine Frauenmannschaft in unserem Verein. Wir sichern den Spielbetrieb mit 36 Trainern und Betreuern ab, die das Rückgrat in unserem Verein für die sportliche Ausbildung darstellen. Trotzdem reicht das immer noch nicht aus. Wir suchen weitere Trainer und Betreuer. Interessenten können sich täglich in der Anker-Geschäftsstelle im Kurt-Bürger-Stadion melden.

von Peter Preuß (Ostsee-Zeitung)