FC Anker wachte zu spät auf

24.09.2007

Der FC Anker Wismar wartet weiter auf den zweiten Auswärtssieg. Beim Pasewalker FV musste die Mannschaft eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Es bleibt dabei, der FC Anker in der jetzigen Zusammensetzung kann nicht über seinen Schatten springen und kann nicht das Leistungsniveau abrufen, um höheren Verbandsligaansprüchen zu genügen.

Das Manko der Gäste lag dabei vor allem im Angriff, denn in der ersten Halbzeit konnten sie sich keine klare Torchance erarbeiten. „Wir haben in dieser ersten Hälfte nicht einmal gefährlich auf das Pasewalker Tor geschossen“, zeigte sich Trainer Bego Catic verärgert. Denn auch die Gastgeber, obwohl mit deutlichen optischen Vorteilen, zeigten sich vor dem Tor nicht als das „Killerteam“. Ihre Chancen entsprangen fast nur aus Standardsituationen wie Freistößen oder Eckbällen. Ein Freistoß von Rafal Andruszko auf die Latte des Ankertores (40.) und ein Kopfball von Patrick Kahl neben das Tor nach einem Eckball von Andruszko blieben die klarsten Chancen der Hausherren in der ersten Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel der Ansatz einer Möglichkeit für Florian Zysk (47.). Dann die 56. Minute. Wieder ein Freistoß von der linken Pasewalker Angriffsseite, wieder ist es Rafal Andruszko der Flankengeber, und wieder fühlt sich in der Wismarer Abwehr keiner für den hochgewachsenen Patrick Kahl zuständig, der die Flanke ins Dreiangel beförderte. Anker-Keeper Krzysztof Kawczynski, der ansonsten wie Dirk Taflo eine sehr gute Partie bot, sah den Ball zu spät und konnte nicht mehr erfolgreich eingreifen.

Erst nach diesem Rückstand begannen die Gäste mit Angriffsbemühungen und tauchten jetzt immer öfter vor dem Strafraum der Pasewalker auf. Aber bis in die Schlussphase hinein waren diese Angriffsbemühungen zu harmlos. Der erste richtige Aufreger im Strafraum der Gastgeber dann in der 82. Minute. David Rosinski wurde unfair von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt. Schiedsrichter Toralf Block entschied auf Strafstoß. Doch David Rosinski verschoss. Nur zwei Minuten später konnte auch Tom Körner seine Riesenchance nach Vorarbeit von Dirk Taflo nicht nutzen, sodass die Hansestädter wieder mit einer Niederlage die 250 Kilometer lange Heimreise antreten mussten.

„Wir haben im Augenblick einfach im Angriff keinen Reißer, der ein Spiel einmal alleine entscheiden kann. Heute haben wir durch unsere Sturmmisere eindeutig zumindest einen Punkt verschenkt, denn dieser Pasewalker FV war zu bezwingen. Wir haben es versäumt, früher Akzente zu setzen. Dann wurden auch noch die wenigen Chancen nicht genutzt, danach ist uns dann die Zeit weggelaufen. Eine unnötige Niederlage“, so Co-Trainer Jürgen Rohloff.

FC Anker Wismar mit: Kawczynski; Martens, Körner, Oldendorf, Schnöckel, Rosinski, Taflo, Heine, Kitschke, Zysk (76. Düsing), Kerinn (65. Skripskausky).