FC Anker vor nächster Auswärtsaufgabe in Rathenow
27.08.2010
Der FC Anker Wismar ist nach der Auswärtsniederlage beim Berliner AK erneut auf fremdem Platz gefordert. Vor allem mit den Schlussminuten hatte sich Wismars Trainer Timo Lange bei der 0:3-Niederlage in Berlin unzufrieden gezeigt. Auch der morgige Gegner FSV Optik Rathenow hatte am letzten Wochenende beim Spitzenreiter Brandenburger SC mit 0:3 verloren. Doch Überkreuzvergleiche hinken. Während Lange mit seinem Team grantelte, lobte Optik-Trainer Ingo Kahlisch seine Truppe für ein „engagiertes und couragiertes Spiel", Süd-Trainer Mario Block sprach gar von einer „mindestens über 75 Minuten besseren Optikelf". Doch am Ende eines ungemein intensiven und umkämpften Havelland-Derbys gewannen die Brandenburger mit 3:0.
Tatsächlich dürften die Rathenower besser sein, als es der vorletzte Tabellenplatz aussagt. Aber auch das Ankerteam hat in den letzten Monaten bewiesen, dass es deutlich bessere Leistungen abrufen kann. Beim Berliner AK fehlten Trainer Timo Lange mit Höcker, Schwandt, Heine und Moussa gleich vier Stammspieler. An diesem Wochenende sieht es in dieser Beziehung aber kaum besser aus.
Bis auf Sissoko Moussa sind die anderen Spieler aufgrund ihrer Verletzungen weiterhin nicht einsatzfähig.
Bei Johannes Höcker und Marcel Heine sieht Anker-Doktor Rainer Loewe eine Einsatzmöglichkeit frühestens in drei Wochen. Bei Stefan Schwandt sieht die Diagnose deutlich schlechter aus, denn der Mittelfeldspieler wird in der kommenden Woche von Hansa-Arzt Dr. Holger Strubelt am Außenmeniskus operiert.
Ein Blick auf die Statistik sollte den Hansestädtern trotzdem Mut machen, denn gegen die Rathenower Elf hat die Ankercrew die beste Oberligabilanz. In den bisherigen vier Punktspielen gab es drei Siege für die Hansestädter. Besonders motivierend ist dabei hoffentlich die Tatsache, dass beide Auswärtspartien im Stadion am Vogelsang mit 3:1 gewonnen werden konnten. Von der Elf, die am 30. April 2005 in Rathenow 3:1 siegte, sind heute noch André Hildebrandt, David Rosinski und Dirk Taflo (jetzt Co-Trainer) dabei. „Taffi" schoss damals sechs Minuten nach seiner Einwechslung den entscheidenden Treffer zum 3:1-Endstand, durch den zusätzlich der Klassenerhalt perfekt gemacht werden konnte. Das Spiel wird morgen um 14 Uhr in Rathenow angestoßen.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




