FC Anker verabschiedet sich mit Heimspiel in die Winterpause
18.12.2009
Die Hansestädter wollen sich morgen mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden und sich gleichzeitig mit einem Sieg in gute Stimmung für die abendliche Weihnachtsfeier bringen. Eine Serie von fast neun Monaten ohne Niederlage ging zwar am letzten Wochenende mit dem 0:1 im Landespokal gegen den Malchower SV zu Ende, doch eine zweite Serie hat immer noch Bestand. Nämlich die, dass die Elf von Trainer Timo Lange in Punktspielen seit dem 11. März ohne Niederlage ist. Diese bis heute 282 Tage bestehende Serie will der FC Anker Wismar natürlich ausbauen und morgen gegen die Müritzstädter einen Sieg einfahren. Spielbeginn im Kurt-Bürger-Stadion oder auf dem Kunstrasenplatz ist um 13 Uhr. Als Schiedsrichter fungiert Alexander Rau (Rostock).
Allerdings wird diese Partie auch kein Selbstgänger für die Anker-Elf, denn die Warener Mannschaft schwankt immer wieder zwischen „Genie und Wahnsinn". Da musste sich die Elf von Trainer Ulli Schulze (1974 mit dem 1. FC Magdeburg Europapokalsieger der Pokalsieger) erst in Unterzahl dem 1. FC Neubrandenburg in der Schlussphase mit 3:5 geschlagen geben, dann feiern die Müritzstädter fünf Heimsiege in Folge, um dann gegen den Rostocker FC eine derbe 1:7-Heimklatsche zu beziehen. Und nach einem 3:1-Sieg bei der HSG Greifswald folgte wieder eine 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Graal-Müritz.
Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Schulze-Elf keine halben Sachen (Unentschieden) liebt, denn acht Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber.
Aber auch das Ankerteam hat im Hinspiel, gleichzeitig das Auftaktspiel zur neuen Verbandsligasaison, gemerkt, dass die Warener Elf nicht leicht zu bespielen ist. Erst ein an David Rosinski verursachter und von Fabian Bröcker verwandelter Foulelfmeter sicherte den Hansestädtern seinerzeit den verdienten 1:0-Auftaktsieg. Seitdem hat das Ankerteam in den Punktspielen zwölf Siege und zwei Unentschieden erreicht.
„Vor der bösen 13 haben wir aber keine Angst. Wir haben trotz der Niederlage am vergangenen Wochenende gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren. Wir haben über eine Stunde die Partie bestimmt, sind letztlich aber an unserer Abschlussschwäche gescheitert. Das gilt es diesmal deutlich besser zu machen. Dann werden wir das Spiel auch für uns entscheiden und können anschließend zusammen mit unseren Partnerinnen und unseren Sponsoren bei der abendlichen Weihnachtsfeier eine tolle Halbserie gemütlich ausklingen lassen", sagte Mannschaftskapitän Fabian Bröcker.
Personell ist bei den Hansestädtern alles an Deck, einzig der zweite Keeper Nils Kanter fehlt arbeitsbedingt. Für ihn wird Kevin Suppa auf der Wechselbank Platz nehmen. Leichte Probleme hatte in dieser Woche Angreifer Marcel Wulff, den es in der Kniekehle „zwickte". Diese Verletzung sollte letztendlich aber seinen Einsatz gegen die Müritzstädter nicht verhindern.
An diesem letzten Spieltag vor der Winterpause kommt es neben der Partie des FC Anker noch zu fünf weiteren Spielen. Bereits am vorigen Wochenende wurden die Begegnungen FSV Malchin - HSG Uni Greifswald (4:3) und SV Warnemünde - TSV Friedland (2:1) ausgetragen. Entgegen den bisherigen Aussagen hat die zweite Mannschaft des Greifswalder SV 04 bis heute noch nicht den Rückzug aus der Verbandsliga angekündigt.
Von den drei anderen Teams des Spitzenquartetts steht der Tabellendritte aus Schönberg vor einer schweren Auswärtsaufgabe, denn das Team von Trainer Dinalo Adigo trifft auf dem Kunstrasenplatz in der Torgelower Gießereiarena auf den gastgebenden FC Vorwärts Drögeheide. Allerdings laufen die Vorpommern in den vergangenen Wochen ihrer Form etwas hinterher, denn die drei letzten Begegnungen gingen verloren, darunter auch die Partie gegen den FC Anker Wismar (0:2).
Der Sievershäger SV, der auch Aufstiegsträume hegt, ist morgen auf Reisen und wird vom Tabellenletzten in Pasewalk erwartet. Nach dem Ausscheiden im Landespokal (1:3 beim FC Eintracht Schwerin) muss sich die Elf von Trainer Jens Hillringhaus nun in den Punktspielen schadlos halten, um das angestrebte Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




