FC Anker und PSV Wismar schließen Kooperationsvertrag

09.04.2008

„Es geht um den Fußball in Wismar. Wer wie ich in früheren Zeiten die Spiele auf dem Jahnplatz vor 9000 Zuschauern erlebt hat, kann sich mit dem Fußballsport identifizieren", warf Michael Martiensen, Abteilungsleiter Fußball des Polizei SV Wismar, in die Runde. In der Gaststätte „Lübsche Thorweide" hatten sich am Montagabend Trainer und Vorstandsmitglieder vom FC Anker und PSV Wismar zusammengefunden, um eine Kooperationsvereinbarung zu schließen. Martiensen verschwieg dabei nicht, dass es in der Vergangenheit schon einige Anläufe gab, die Kräfte des Wismarer Fußballs zu bündeln. Doch nach guten Ansätzen scheiterten die Versuche immer wieder aus verschiedenen Gründen.

Diesmal wollen aber beide Vereine Nägel mit Köpfen machen. Heinz Baade, beim FC Anker Wismar verantwortlich für den sportlichen Bereich der Männer, stellte die Vertragsbedingungen vor. „Im Interesse des Fußballsports wollen beide Vereine dazu beitragen, den Wismarer Fußballsport zu stabilisieren und qualitativ auf eine höhere Stufe zu heben", begründete er das Ansinnen. So wollen beide Vereine so viele junge Mädchen und Jungen wie möglich für das Fußballspielen begeistern. Zweitens geht es darum, die talentiertesten Nachwuchskicker als Basis für die Qualitätssteigerung des Wismarer Fußballsports besonders zu fördern. Sie sollen in den höchsten Spielklassen zum Einsatz kommen.

„Doch alleine werden wir es nicht schaffen. Wir brauchen Mitstreiter in vielfacher Hinsicht und Funktion", so Baade. Angesprochen sind alle Vereinsmitarbeiter, Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter, fußballbegeisterte Eltern und Großeltern, Fans, Mitarbeiter der Sportstätten der Stadt bis hin zu den Bewegungsschulen in den Kindertagesstätten und Schulen.

Beide Vereine planen, sich jährlich zu treffen, um einen „Kassensturz" zu machen. Weiterhin wollen sich die verantwortlichen Trainer und Übungsleiter zu Saisonbeginn an einen Tisch setzen und sich über die Besetzung der jeweiligen Mannschaften austauschen. In der spielfreien Zeit sollen zwischen den einzelnen Teams Vergleiche stattfinden. Der erste Termin steht bereits fest: Mitte Mai sind alle Eltern beider Vereine zu einer gemeinsamen Veranstaltung in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße eingeladen. Dann soll auch ihnen das Konzept vorgestellt werden.

Sowohl Anker-Präsident Reinhart Kny als auch PSV-Präsident Walter Schuldt sind sich einig: „Wir haben nur Erfolg, wenn alle gemeinsam an einem Strang und in die richtige Richtung ziehen."

von Ostsee-Zeitung