FC Anker und Neustrelitz spielen auf Sieg

01.10.2010

Nach zuletzt zwei Unentschieden will Gastgeber FC Anker morgen einen Dreier einfahren. Damit würden die Wismarer die Neustrelitzer in der Tabelle auf Abstand halten. Wenn Schiedsrichter Martin Kuhhardt (Güstrow) morgen um 14 Uhr die beiden Mannschaften auf den Rasen führt, stehen sich zwei starke Abwehrreihen gegenüber. Hinter Spitzenreiter Berlin Ankaraspor Kulübü (zwei Gegentore) haben die Ankerelf, die TSG Neustrelitz und der Tabellenzweite aus Torgelow jeweils nur fünf Gegentreffer kassiert.

Damit wird die Philosophie von Ankertrainer Timo Lange bestätigt, dass eine gute Abwehrarbeit der Garant für viele Punkte ist, denn beide Teams liegen in der oberen Tabellenhälfte.

Der Tabellensiebte Neustrelitz kommt mit der Empfehlung nach Wismar, Spitzenreiter Berlin Ankaraspor den ersten Punkt abgeknöpft zu haben, was gegen die Profitruppe der Hauptstädter sicher nicht vielen Mannschaften gelingen wird. Die Spieler der TSG befanden sich nach den 90 Minuten des Punktspiels gegen den Berliner AK aber im Zwiespalt der Gefühle: Einerseits gab es von allen Seiten Applaus für eine sehr couragierte Leistung, andererseits verpassten es die Schützlinge von Trainer Rastislav Hodul, sich mit einem Sieg selber zu belohnen. Auch Gäste-Trainer Foroutan Bahman, der früher einmal die iranische Nationalmannschaft trainiert hatte, stellte den Gastgebern ein exzellentes Zeugnis aus: „Die letzten 30 Minuten habe ich stehend verbracht und gehofft, dass wir den einen Punkt festhalten können. Wir sind sehr zufrieden, bei einer so starken Mannschaft nicht verloren zu haben." „Klar, gut ist, dass bei uns die Null hinten steht, aber wir müssen unsere Möglichkeiten konsequenter nutzen. So lassen wir einfach zu viele Punkte liegen. Bei Anker Wismar zählt am kommenden Sonnabend nur ein Sieg", spricht der TSG-Keeper Roggentin die große Neustrelitzer Schwachstelle an: das Angriffsspiel.

Natürlich hat die Ankerelf etwas dagegen, denn nach zwei Unentschieden gegen den BFC Dynamo und in Schöneiche soll im Landesderby endlich wieder ein Sieg her. Zudem hat das Team mit der TSG-Elf zumindest noch eine Rechnung offen, denn das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften gab es im Pokalfinale 2008, als sich die Neustrelitzer in Waren mit 3:1 durchsetzen konnten. Allerdings gegen ein Ankerteam, dass mit dem heutigen nicht zu vergleichen ist.

Die Statistik spricht (noch) gegen die Hansestädter, denn in den bisherigen sechs Punktspielen konnte das Ankerteam nur drei Punkteteilungen verbuchen. „Es wird also Zeit, diese Serie zu ändern", so Mannschaftskapitän Fabian Bröcker, der in seinen bisherigen 61 Spielen für die Wismarer Elf bereits 39 Tore erzielt hat. Damit liegt er torgleich mit Co-Trainer Dirk Taflo auf Rang drei der internen Torjägerwertung des Vereins. Fehlen werden den Hansestädtern morgen wieder die verletzten Marcel Heine und Stefan Schwandt.

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)