FC Anker strebt erneut Aufstieg in die Oberliga an
01.07.2003
Sportlich sind für den FC Anker Wismar mit dem 3. Platz in der letzten Saison nicht alle Träume in Erfüllung gegangen. Jetzt steht die neue Spielzeit bevor, in der die Fusion mit der Abteilung Fußball der TSG praktisch gelebt werden soll. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Wilfried Firgt, Vizepräsident beim FC Anker.
OSTSEE-ZEITUNG: Wann erfolgt der Trainingsauftakt, wann beginnen die Punktspiele?
Wilfried Firgt: Für die Verbands- und Landesliga ist der Trainingsauftakt am 7. Juli um 18.30 Uhr im Kurt-Bürger-Stadion. Dazu kommen auch alle Juniorenspieler, die vom FC Anker und der TSG in den Männerbereich wechseln. Der Punktspielstart erfolgt dann am 9. August. Das Bezirksligateam steigt am 8. Juli ins Training ein. Für die drei Mannschaften haben wir bis jetzt 69 Spieler.
OZ: Welche Trainer werden die Mannschaften führen?
Firgt: Die Verbandsligamannschaft weiterhin Axel Rietentiet, das Landesligateam Eckhard Jesko, der zuletzt die A-Junioren der TSG trainiert hat. In der Bezirksliga wird Rene Klapper auch künftig die Geschicke leiten.
OZ: Es gibt eine Menge Gerüchte, wonach sich kaum Spieler der TSG dem FC Anker anschließen. Wie ist der Stand?
Firgt: Wenn ich alle Spielklassen nehme, dann haben sich bisher über 85 Fußballer der TSG beim FC Anker angemeldet.
OZ: Und bei den Männern?
Firgt: Da sind es zum jetzigen Zeitpunkt 15 aus der Landesligamannschaft und fünf A-Junioren, die in den Männerbereich wechseln.
OZ: Welche Abgänge zeichnen sich beim FC Anker bzw. bei der TSG ab?
Firgt: Fest steht, dass Andreas Maronn studienbedingt Wismar verlässt, Helge Tews hatte uns ja bereits während der Saison verlassen. Und Thomas Pingel wird uns nur noch bis zum Winter zur Verfügung stehen, weil er dann mit seiner Freundin Wismar verlässt. Bei der TSG ist es so, dass wir noch mit zwei Stammspielern Gespräche führen. Die Bezirksklasse, die mit übernommen wurde, wird beim FC Anker nicht mehr bespielt, da sich aus diesem Kader außer einem Spieler alle bei anderen Gemeinschaften des Wismarer Umfeldes neu angemeldet haben.
OZ: Gibt es Neuzugänge?
Firgt: Unser Bestreben ist es, die Mannschaft punktuell zu verstärken. So haben wir Stefan Müller von den Amateuren des FC Hansa und Rene Ratke von Eintracht Schwerin für den Angriff geholt. Außerdem kommen Andreas Wilczek, er hatte übrigens im Spiel Anker gegen Schönberg das 2:1 gegen uns erzielt, und Alexander Klann für die Abwehr von Eintracht Schwerin. Darüber hinaus habe ich auch im Internet gelesen, dass mit Andre Hildebrand von Eintracht Schwerin ein Libero zum FC Anker wechselt. Das ist zurzeit ein Wunsch, den beide Seiten haben, der aber noch nicht perfekt ist. Weiterhin werden noch abschließende Gespräche mit Thomas Haese von Schönberg I geführt.
OZ: Mit welcher Zielstellung geht die Verbandsligamannschaft in die Saison?
Firgt: Obwohl wir uns als Verein den wirtschaftlichen Gegebenheiten stellen und auf dem finanziellen Gebiet eine weitere Konsolidierung vornehmen müssen, hat der FC Anker nur Platz eins mit dem Aufstieg in die Oberliga als Ziel vor Augen. Die Verantwortlichen des sportlichen Bereiches richten alle Arbeit für dieses Ziel aus. Die Landesliga, die ja als Kader im wesentlichen zusammenbleibt, kann nur eine Zielstellung von Platz eins bis fünf haben. Die Bezirksliga sollte einen gesicherten Mittelfeldplatz anstreben.
OZ: Worum geht es auf der morgigen um 19 Uhr beginnenden Mitgliederversammlung im Hotel Seeblick?
Firgt: Mit der Übernahme der Spielklassen und Sportler der TSG wird sich der Verein strukturell neu ausrichten. So werden Satzungsänderungen zur Wahl stehen, in denen es darum geht, die Jugendabteilung aufzuwerten. Außerdem werden wir einen Aufsichtsrat bilden, der nach Beschluss der Satzung dann auch auf der Versammlung gewählt wird.




