FC Anker nur bis zum Strafraum gut
18.08.2008
Der FC Anker Wismar blieb auch im zweiten Auswärtsspiel ohne Tor und Punkt. Beim Staffelfavoriten in Malchow musste das Team von Trainer Bego Catic eine 0:3-Niederlage hinnehmen. „Die Niederlage ist aber deutlich zu hoch ausgefallen, am Ende müssen wir damit aber leben. Wichtig ist, dass wir das Spiel schnell abhaken, die Fehler analysieren und in den nächsten Wochen eine Erfolgsserie aufbauen können. Noch ist lange nicht verloren, denn es stehen ja noch 27 Partien vor der Mannschaft", so Ankertrainer Bego Catic.
Mit einem 3:0 im Rücken ist es natürlich einfacher dem Gegner Komplimente zu machen, doch die Aussage von MSV-Trainer Sven Lange, „ihr habt einen stärkeren Eindruck als Schönberg gemacht", kann das Ankerteam trotzdem als Erfolg verbuchen. Diesem Lob müssen jetzt in den nächsten Wochen aber auch Taten folgen.
Das Lob des MSV-Trainers bezog sich aber wohl vor allem auf die erste Halbzeit, denn da bestimmten die Hansestädter über weite Strecken die Partie und tauchten immer wieder gefährlich vor-und im Strafram der Hausherren auf. In der Anfangsphase wurde ein Freistoß von David Rosinski, der wieselflinke Außenspieler konnte diesmal aber nicht die entscheidenden Akzente setzen (3.) abgeblockt und ein Schuss von Fabian Bröcker flog links am Tor vorbei.
In der 12. und 17. Minute dann die ersten Möglichkeiten der Malchower Elf, aber Krzysztof Kawczynski parierte zum einen den Schuss von Marko Steinhäuser (12.) und dann nach einem Freistoß von Dan Röpcke einen gefährlichen Kopfball von Dariusz Koctyk (17.). Praktisch im Gegenzug hätte die Ankerelf ihre bis dahin gute Leistung krönen können, denn als die Abseitsfalle der Hausherren nicht zuschnappte stand Daniel Brunsch völlig frei vor dem Malchower Keeper Tobias Werk. Zwar spitzelte er dann die Kugel an Werk vorbei, doch dann stand der rechte Pfosten m Wege. In der 39. Minute tauchte Brunsch wieder vor dem Gehäuse des Aufstiegsaspiranten auf, doch erneu war der Malchower Schlussmann nach Zuspiel von Fabian Bröcker vor ihm am Ball. Praktisch im Gegenzug die glückliche Führung des Tabellendritten. Nach einem Angriff über die linke Seite kam die Kugel zu Uwe Räsch und der schoss seine Elf in Führung. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff noch ein Freistoß für die Ankerelf an der Strafraumgrenze, aber Fabian Bröcker setzte das Streitobjekt über das Malchower Tor. ^
Dieses Gegentor schien die Gäste verunsichert zu haben, denn nach der Pause fanden sie nicht mehr richtig ins Spiel. Die Vorentscheidung in dieser Partie fiel dann nach knapp einer Stunde. Eine Ecke von Dan Röpke auf den hinteren Pfosten wurde zurückgeköpft, der frei stehende Can Calcavan ließ sich die Chance nicht nehmen und köpfte zum 2:0 für seine Elf ein. Aber es sollte jetzt noch schlimmer kommen für die Hansestädter, denn die Hausherren nutzten ihre Räume nun vor allem über ihre linke Angriffsseite. Nach einem Angriff von Koctyk brachte dieser den Ball nach innen und Uwe Räsch machte mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie den Endstand perfekt (65.). Zwar war die Ankerelf weiterhin um Ergebniskorrektur bemüht, aber ein Schuss von Marcel Heine konnte Robert Quaschning von der Linie schlagen und bei einer Eingabe des eingewechselten Mathias Schnöckel verpassten die mitgelaufenen Ankerspieler den Ball. Somit blieb ihnen der erste Torerfolg auf fremden Plätzen weiterhin verwehrt, bleibt zu hoffen, dass der Bann in zwei Wochen in Neurandenburg gebrochen werden kann.
Eine Niederlage, die auf Grund der guten spielerischen Leistung aus der ersten Halbzeit sicher weh tut. Zu erkennen war, dass das Brüderduo Andre und Steffen Hildebrandt eine wichtige Verstärkung sind. Zwar wurden die Offensivbemühungen von Andre an diesem Spieltag nicht belohnt, doch die guten Ansätze waren immer wieder zu sehen. „Ich hoffe aber auch, dass unsere drei französischen Spieler bald spielberechtigt sind, damit wir im Angriff noch deutlich effektiver werden können, Der Angriff ist augenblicklich eindeutig unsere Achillesferse", so Ankertrainer Catic.
Malchower SV: Werk - Steinhäuser, Senkpiel, Feyerabend, Quaschning - Urgast, Hopp, Röpcke (87. Hercog) - Kalkavan (83. Hinzmann), Räsch (90. Schacht), Kostyk. Trainer: Sven Lange
FC Anker mit. Kawczynski - Kanter, S. Hildebrandt, Laumann (71. Körner) - Rosinski, Bröcker, A. Hildebrandt, Gagzow (60. Schnöckel) - Heine - Brunsch, Kerinn (66. Nienkarken). Trainer Bego Catic.
SR.: Ingolf Söllig (Rostock)
Z.: 312
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




