Stefan Schwandt (r.) gehört zu den Leistungsträgern des FC Anker Wismar. Seine Flanken auf der linken Außenbahn sorgen stets für Unruhe.
FC Anker morgen beim zweiten Neuling zu Gast
30.10.2009
Nach dem Spiel in Graal-Müritz am vergangenen Sonntag ist der FC Anker Wismar auch an diesem Wochenende auf Reisen und gastiert morgen beim zweiten Neuling, dem TSV 1814 Friedland. Die Friedländer sind nach acht Jahren erstmals wieder in die Verbandsliga aufgestiegen. Mit neun Punkten Vorsprung machte die Elf von Trainer Ingo Latzkow den Staffelsieg in der Landesliga Ost perfekt und folgte dem Westvertreter TSV Graal-Müritz in die höchste Landesspielklasse. Der Turn-und Sportverein nimmt für sich in Anspruch, der älteste Sportverein Deutschlands zu sein, denn die Gründung des Vereins geht in das Jahr 1814 zurück.
Für den FC Anker Wismar gehört die Partie in Friedland neben den Spielen in Pasewalk und Drögeheide zu einer der drei weitesten Touren in der diesjährigen Verbandsligasaison. Fast genau 200 km hat das Team von Trainer Timo Lange dann bereits hinter sich gebracht, bevor die Partie um 13.30 auf der Sportanlage am Hagedorn durch das Schiedsrichtertrio aus dem Landesverband Brandenburg angepfiffen wird.
Die Vorpommern haben bisher eine sehr durchwachsene Saison gespielt und liegen nach dem zehnten Spieltag auf einem guten neunten Tabellenplatz. Das Manko des TSV ist sicher die eigene Trefferausbeute, denn die zwölf selbst erzielten Tore sind die zweitschlechteste Bilanz aller sechzehn Verbandsligateams. Nur der SV Warnemünde hat mit elf Toren noch weniger ins gegnerische Netz getroffen. Dagegen haben nur die ersten acht der Tabelle weniger Gegentore als die Friedländer kassiert.
„Wir fahren nach Friedland natürlich nicht, um einen schönen Feiertagsausflug zu machen, sondern unser ganz eindeutiges Ziel ist es, die drei Siegpunkte mit nach Wismar zu nehmen und unsere weiße Weste zu behalten", so Ankertrainer Timo Lange. „Wir wissen aber auch, dass dieses Vorhaben nicht einfach wird. Das haben wir auch in Graal-Müritz gespürt, als wir nach einem beruhigenden 3:0-Vorsprung noch einmal leicht in Bedrängnis gekommen sind. Zum einen, da wir mit unseren weiteren Chancen leichtfertig umgegangen sind, zum anderen, da in den letzten Minuten etwas zu viel Selbstsicherheit aufkam und wir völlig unnötige Gegentore kassierten. Eine gute Abwehrleistung ist mir enorm wichtig, denn wenn man keinen Gegentreffer kassiert, reicht auch ein eigenes Tor für die drei Siegpunkte. Ich möchte, dass wir in Friedland wieder eine Serie ohne Gegentor starten", gibt sich Timo Lange schon vor dem Spiel kämpferisch.
Die Ankerelf kann in dieser Partie zudem wieder in Bestbesetzung auflaufen. Timo Lange stehen bis auf den verletzten Tom Hannemann alle Spieler zur Verfügung. Wieder mit dabei ist nach seiner unberechtigten Sperre auch Steffen „Eiche" Seering, der nach seinem Platzverweis im Pokalspiel von Gadebusch zwei Spiele gesperrt war. „Eiche" ist für uns bei Standardsituationen enorm wichtig, denn seine Gefährlichkeit im Kopfballspiel ist unbezahlbar. Aber neben Steffen sind auch noch Andre Hildebrandt und Marcel Heine kopfballstark, sodass wir dabei sehr schlecht auszurechnen sind", so Lange weiter.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




