FC Anker möchte fünften Heimsieg

13.10.2006

Nach dem 1:2 in Malchin, gleichzeitig die erste Niederlage in den Punktspielen der laufenden Saison, erwartet Verbandsligist FC Anker Wismar morgen um 14 Uhr im Kurt-Bürger-Stadion Aufsteiger 1. FC Neubrandenburg. Seit Gründung im Jahre 1947 als SG „Fritz Reuter“ Neubrandenburg änderte der Verein durch Fusionen mehrfach seinen Namen. Über Turbine Neubrandenburg, SC Neubrandenburg, BSG Post Neubrandenburg (unter diesem Namen spielte die Mannschaft in der Saison 1964/65 in der DDR-Oberliga), SV Post Telekom Neubrandenburg, FC Tollense Neubrandenburg 2004 wurde dann der 1. FC Neubrandenburg 04.

Beide Mannschaften haben sich in der Vergangenheit etliche packende Kämpfe geliefert. Zum Beispiel in der spannenden Saison 1999/2000, als sich die Neubrandenburger dem FC Anker erst in der Schlussphase der Saison geschlagen geben und als Tabellenzweiter dem FC Anker den Vortritt in die Oberliga lassen mussten. Durch den erneute Oberligaaufstieg des FC Anker 2004 liegen die letzten Begegnungen zwischen beiden Vereinen aber schon weit über zwei Jahre zurück. Zweimal konnten sich die Hansestädter in der Saison 2003/ 04 durchsetzen, in Wismar mit 4:2 und in Neubrandenburg mit 3:0.

Spannung ist also vorprogrammiert, denn die Neubrandenburger holten aus den beiden letzten Auswärtsspielen vier Punkte. „Auf die gezeigte Leistung kann man aufbauen. Wir sind in der Verbandsliga angekommen und sollten in der Lage sein, auch in Wismar für eine kleine Überraschung zu sorgen“, so Gästetrainer Ralf Klein.

Die Mannschaft von Anker-Trainer Bego Catic wird ihr Leistungsvermögen also voll ausschöpfen müssen, um auch im fünften Heimspiel erfolgreich zu bleiben. In den beiden letzten Spielen in Malchin und Grabow fehlte den Hansestädtern etwas der Biss und das spielerische Feuer, was in den Partien zuvor oft zu sehen war. Dadurch tat sich die Mannschaft in diesen Spielen sehr schwer und konnte nicht an das spielerische Niveau der vorangegangenen Spiele anknüpfen. „Woran das liegt, weiß ich auch nicht. Wir sind konditionell voll auf der Höhe und können vom Leistungsvermögen her mithalten. Aber gegen defensiv eingestellte Mannschaften tun wir uns schwer, kommen zu wenig über die Außenpositionen und machen uns den Raum damit selbst zu eng“, versuchte Mittelfeldspieler Sasa Disic eine Erklärung.

Personell hat sich die Lage dahingehend entspannt, dass Florian Zysk wieder voll einsatzfähig ist und Mathias Schnöckel nach Absitzen seiner Gelb-Rot-Sperre im Pokalspiel wieder mit von der Partie ist. Nachdem Daniel Brunsch nach seiner langwierigen Verletzung seit drei Wochen wieder im Training und vor seinem ersten Einsatz steht, gibt es bei Denny Jeske weiterhin ein großes Fragezeichen. Der Mittelfeldspieler hat bis Mittwoch nicht trainieren können und erst gestern mit Lauftraining begonnen