FC Anker kassierte in Malchin erste Saisonpleite
02.10.2006
Der FC Anker Wismar hat am Sonnabend seinen ersten ganz schwarzen Fleck auf die bisher weiße (niederlagenfreie) Weste bekommen. Beim FSV 1919 Malchin kassierte das Team um die Trainer Bego Catic/Jürgen Rohloff mit einem 1:2 die erste Saisonniederlage. Die Partie hatte ähnlichen Charakter wie beim 1:0 der Malchiner vor fünf Jahren, denn die Hansestädter hatten in der Anfangsphase die eindeutig besseren Torchancen.
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| Marcel Heine im Duell mit einem Malchiner |
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Zu diesem Zeitpunkt hätte eine Vorentscheidung gefallen sein können. So kam es, wie es kommen musste, der erste Schuss der Hausherren durch Wagenknecht landete unhaltbar im Dreiangel des Ankertores (22.). Dieser Treffer brachte Unruhe ins Ankerspiel und als Schawaller in der 28. Minute Tom Körner überlief, nach innen auf den mitgelaufenen Ronny Schlüter passte, hatten die Gäste Glück, dass der den Ball über das Tor setzte. In der 40. Minute aber der verdiente Ausgleich, als Florian Zysk mit einem Kopfball nach Eingabe von Marcel Heine den Ausgleich gelang.
In der Halbzeitpause verlangte Anker-Trainer Bego Catic mit deutlichen Worten, die Angriffsbemühungen weiter zu forcieren und vor allem über die Flügel anzugreifen. Die Wismarer bestimmten dann auch die Partie und hatten durch Maik Kerinn in der 55. Minute die Chance zum Führungstreffer, doch die Kugel landete in den Wolken. Große Aufregung in der 57. Minute als alle Wismarer nach einem klaren Foul an Florian Zysk auf den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Dräger (Gützkow) warteten, dieser aber ausblieb. „Wir wollen die Niederlage auf keinen Fall am Schiedsrichter festmachen, aber ein komplettes SR-Team aus Greifswald (der schärfste Verfolger der Ankerelf) anzusetzen, ist sicher sehr unglücklich gewesen“, so die Verantwortlichen der Wismarer. Doch trotz der klaren Überlegenheit gegen die mit zehn Spielern verteidigenden Gastgeber, die Gäste fanden nie ein geeignetes Mittel um diese Deckung zu knacken. Ganz im Gegenteil, bei zwei, drei Konterangriffen war der FSV sogar gefährlicher. Einer brachte in der 69. Minute die Entscheidung.
„Uns wird die Niederlage auf keinen Fall umwerfen. Vielleicht kam sie sogar zur rechten Zeit. Bei einer derart jungen Truppe sind Formschwankungen immer möglich. Es ist schon schwer, den leistungsmäßigen Ausfall von zwei Spielern zu kompensieren, aber heute war es ein halbes Dutzend Aktiver, die nicht ihr Leistungspotential abrief“, so Bego Catic.
FC Anker mit: Kawczynski - Körner (70. Hannemann), Oldendorf, Bednar, Schnöckel - Disic, Kucera, Zir, Heine (62. Springer) - Zysk, Kerinn (62. Kiel).





