FC Anker im Abschluss zu harmlos
05.01.2004
Der FC Anker Wismar nahm am Sonntag an einem sehr gut besetzten Hallenturnier in Quickborn teil. Beim 21. Deutscher Ring Cup waren sechs Oberligisten, vier Verbandsligisten, ein Landesligist und mit dem TuS Hasloh der Sieger des vorjährigen Hamburger Wittinger-Cups vertreten.
Schlechte Chancenverwertung verhinderte bessere Platzierung
Nach dem guten vierten Platz im Vorjahr wollten die Hansestädter diesmal in die Finalrunde der drei Gruppensieger und des bestplatzierten Gruppenzweiten einziehen. Doch trotz guter Besetzung gelang das auch im diesen Jahr nicht, flossen die 800,- € Siegprämie für den Turniersieger wieder nicht in die Mannschaftskasse der Hansestädter. Dabei hatte sich die Ankerfünf bei ihrer zweiten Teilnahme an dem glänzend besetzten Turnier deutlich mehr vorgenommen, obwohl die Glücksgöttin Fortuna bei der Staffelauslosung nicht mit den Hansestädtern im Bunde war.
Mit dem FC Altona 93, dem SC Victoria Hamburg und den Gastgebern vom TuS Holstein Quickborn waren gleich drei Halbfinalisten des letztjährigen Turniers in dieser Staffel vertreten. Im Nachhinein darf dieser Fakt auch nicht überbewertet werden, denn trotz dieser Auslosung hatten es die Spieler vom Trainerduo Axel Rietentiet/ Manfred Körner selbst in der Hand, nach den attraktiven Siegprämien zu greifen. Doch ob der Mannschaft die 2 ½-stündige Anfahrt in den Knochen steckte, oder sie nicht mit der Vollbande zurechtkam, in der ersten Partie gegen den FC Altona 93 lag die Mannschaft nach zwei Minuten bereits mit 0:3 hinten. Danach erwachten die Ankerburschen und nach knapp zehn gespielten Minuten hatten sie bis zum 2:3 durch Treffer von Andre Hildebrandt und Thomas Haese das Spiel wieder offen gestalten können. Kurz vor Schluss gelang dem 5. Der Oberliga Hamburg/ Schleswig Holstein der entscheidende Treffer zum 4:2-Endstand.
„Die Mannschaft hat sich nicht an das taktische Konzept gehalten, spielte in der Abwehr zu offen und ist dafür eiskalt bestraft worden", grantelte Ankertrainer Axel Rietentiet. So war schon vor dem zweiten Gruppenspiel gegen den SC Victoria Hamburg klar, die Endrunde ist nur noch durch zwei Siege zu erreichen. Und so waren die Spieler um Thomas Haese im Spiel gegen den Oberligavierzehnten auch das bessere Team, erarbeiteten sich ein halbes Dutzend klarster Einschusschancen, doch trotzdem hatten die Hamburger das bessere Ende für sich, als der FC Anker durch ein Tor von Mathias Pornhagen in Rückstand geriet. In der Schlussphase schossen, Haese, Sperling, Maaßen und Ratke dann den Hamburger Keeper Sven Wolgast, der später als bester Torhüter der Turniers ausgezeichnet wurde, berühmt. „Ich dachte, dass wir im Angriff cleverer sein würden. Am Ende haben uns die Hamburger gezeigt, was Effektivität ist. Den Chancen nach hätten wir klar gewinnen müssen", so das Fazit des Ankertrainers.
Diese Abschlussschwäche hielt dann auch im letzten Turnierspiel gegen die Gastgeber An: Obwohl Enrico Maaßen mit dem schnellsten Turniertor nach nur 11 Sekunden die Führung gelang, dieser Treffer sollte aber bereits der letzte in diesem Spiel sein. Spielerisch bis vor das gegnerische Tor blieb die Ankercrew deutlich spielbestimmend, aber selbst Überzahlsituationen wurden nicht genutzt. Durch diesen knappen 1:0-Sieg blieb dann aufgrund des schlechteren Torverhältnisses nur der letzte Gruppenplatz die Ausbeute für die Ankerfünf.
Bereits am Montag begann das Verbandsligateam wieder mit dem Training auf die neue Saison. „Zwar nehmen wir am Freitag ab 18 Uhr noch am Hallenturnier des Grevesmühlener FC teil, Spielbeginn in der Halle am Ploggenseering ist um 18 Uhr, doch der Oberligaaufstieg hat bei uns oberste Priorität. Bereits am Sonnabend um 13 Uhr folgt dann das erste Testpiel gegen den TuS Holstein Quickborn. Je nach Witterungsverhältnissen findet die Partie im Stadion oder auf dem Kunstrasenplatz statt", sagte Ankertrainer Axel Rietentiet in einem Gespräch.
FC Altona 93 – FC Anker Wismar 4:2
SC Victoria Hamburg – TuS Holstein Quickborn 2:0
TuS Holstein Quickborn – FC Altona 93 3:1
FC Anker Wismar – SC Victoria Hamburg 0:1
TuS Holstein Quickborn – FC Anker Wismar 0:1
FC Altona 93 – SC Victoria Hamburg 1:2
ENDSTAND:
| 1. | SC Victoria Hamburg | 5 : 1 | 9 |
| 2. | FC Altona 93 | 6 : 7 | 3 |
| 3. | TuS Holstein Quickborn | 3 : 4 | 3 |
| 4. | FC Anker Wismar | 3 : 5 | 3 |
In den Halbfinalspielen setzte sich der KSV Holstein Kiel II (mit dem ehemaligen Bundesligaprofi des FC St. Pauli, Andre Trulsen) mit 1:0 gegen den SV Rugenbergen durch, während der TSV Sasel gegen den SC Victoria mit 3:2 siegreich blieb. Im Spiel um Platz 3 siegte Victoria mit 2;1 gegen Rugenbergen, während der Außenseiter aus Sasel das Endspiel gegen die Kieler „Störche" mit 1:0 gewann und die 800,- € Siegprämie kassierte.
FC Anker mit: Andre Falke – Alexander Klann, Lars Sperling, Stephan Müller, Marcel Prehn, Andre Hildebrandt, Enrico Maaßen, Thomas Haese, Rene Ratke, Lars Sperling



