FC Anker hat mit dem Neuling noch eine Rechnung offen

12.12.2002

Mit dem ersten Rückrundenspieltag endet für die Verbandsligamannschaften das Punktspieljahr 2002. Die, bis zum heutigen Zeitpunkt, vier Nachholespiele, darunter auch die Partie des FC Anker in Strasburg, werden aller Voraussicht nach am 08. Februar nächsten Jahres durchgeführt werden.

Sieg wäre tolle Einstimmung für anschließende Weihnachtsfeier

Und in dieser 1. Halbserie hat das Team vom Trainergespann Axel Rietentiet/ Manfred Körner ganze Arbeit geleistet, obwohl die Punktzahl des letzten Spieljahres nicht ganz erreicht wurde. Allerdings ist der Unterschied auch nicht groß, denn wenn das Nachholespiel in Strasburg gewonnen werden kann, fehlen nur zwei Pünktchen an der Vorgabe der letzten Saison. "Ich glaube, dass der Oberligaaufsteiger in dieser Saison nicht wieder 72 Punkte erreichen wird. Die Ausgeglichenheit ist dieses Jahr bedeutend größer. Waren es in der vergangenen Saison drei Mannschaften (der FC Anker, die TSG Neustrelitz und der FC Tollense Neubrandenburg), die sich um den Titel gestritten haben, hat dieses Jahr zumindest noch ein Quintett Hoffnungen auf den Aufstieg in die höchste Amateurspielklasse", blickte Rietentiet optimistisch auf die morgen beginnende Rückrunde voraus.

Gegner ab 13 Uhr ist dabei der Neuling SV Waren 09, derzeit mit dem FC Anker Wismar punktgleich und nur ein Tor schlechter als die Hansestädter auf dem 4. Tabellenplatz liegend. "Mit den Müritzstädtern haben wir noch eine Rechnung offen, denn unsere morgigen Gäste brachten uns die bisher einzige Saisonniederlage bei. Diesen schwarzen Fleck wollen wir unbedingt wieder aufhellen und damit an der Tabellenspitze dranblieben. Zugleich könnten wir gegenüber dem SV Waren ein kleines Punktepolster schaffen. Wir dürfen aber in der Konzentration nicht so nachlässig wie in den beiden letzten Spielen sein, als wir 0:2-bzw. sogar 0:3 hinten lagen. Die Warener würden solche Einladungen sicher annehmen", weiß Co-Trainer Manfred Körner um die Schwere der Aufgabe gegen den Neuling.

Der SV Waren kommt mit stolz geschwellter Brust an die Ostsee, denn die Elf von Trainer Ulli Schulze hat bisher schon deutlich mehr erreicht, als die Mannschaft vor Saisonbeginn erwartet hat. Die Elf von der Müritz hat von den letzten fünf Spielen vier gewonnen, darunter ein 2:0 gegen Stralsund, ein 2:1 gegen Torgelow und ein 3:0 gegen Papendorf. Am letzten Wochenende kam die Mannschaft unter Flutlicht vor über 1.200 Zuschauern beim Malchower SV zu einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. "Meine Mannschaft ist im Augenblick hervorragend in Form. Sie spielt nicht perfekt, aber schon fast perfekt", zeigte sich Trainer Ulli Schulze vor allem nach dem klaren Heimsieg gegen die SG Warnow Papendorf euphorisch. Mit seinen russischen Gastspielern hat der ehemalige Magdeburger starke Spieler in seinen Reihen, wobei Sergey Bohorodichenko und vor allem der im Oktober zu den Mürtzstädtern gewechselte Matriy Nykolaychuk herausragen. Letzerer traf bisher bereits viermal ins Schwarze. Für das Wismarer Trainergespann gibt es personell keine Engpässe, steht die gleiche Elf wie in der Vorwoche zur Verfügung. Das dieses Team Moral hat, hat es gegen Warnemünde bewiesen. Und mit einer solchen Moral sollte auch das letzte Spiel dieses Jahres erfolgreich gemeistert werden, denn die abendliche Weihnachtsfeier ist nach einem Sieg natürlich doppelt schön.

Der 16. Spieltag im Überblick:

Sievershäger SV - Greifswalder SC
SV Emco Strasburg - FC Schönberg 95 II
SV Hafen Rostock - SV Warnemünde
FC Anker Wismar - SV Waren 09
Malchower SV - FC Tollense Neubrandenburg
SG Warnow Papendorf - Rostocker FC
FSV 1919 Malchin - Torgelower SV Greif
FC Pommern Stralsund - SV Blau Weiß Polz (alle Spiele Sonnabend 13 Uhr)