FC Anker enttäuschte

21.05.2007

Der FC Anker Wismar bot am drittletzten Spieltag eine desolate Leistung und musste sich beim Neuling in Weitenhagen mit 0:2 geschlagen gebe. „So darf man sich einfach nicht präsentieren. Wenn wir weiter so spielen, ist sogar noch der 5. Tabellenplatz in Gefahr. Ich kann den Leistungsabfall innerhalb einer Woche einfach nicht verstehen“, war Ankertrainer Bego Catic noch auf der Heimfahrt kaum zu beruhigen.

Zu keiner Zeit hatten die Gäste in Weitenhagen eine Siegchance. „Das alleine damit zu erklären, dass die Mannschaft nur mit zwölf Spielern nach Vorpommern gereist war und mit David Rosinski und Lukas Bednar zwei äußerst wichtige Abwehrspieler fehlten, wäre zu einfach. Nicht ein Spieler hat an diesem Nachmittag Normalform gebracht. Jeder suchte zur Pause und nach dem Abpfiff nur Entschuldigungen für die eigene Leistung“, war der Trainer stinksauer nach dem Abpfiff. Die knallharte Auswertung und das anschließende Auslaufen auf dem Platz leitete Co-Trainer Jürgen Rohloff.

Die routinierte Weitenhäger Elf zeigte dem jungen Ankerteam deutlich die Grenzen auf, denn mit dem körperbetonten Spiel der Gastgeber kamen die Hansestädter überhaupt nicht zurecht. Vor allem über die rechte Seite trugen die Randgreifswalder ihre Angriffe vor. Der wuchtige Christoph Riechert war steter Unruheherd im Strafraum. In der 13. Minute dann auch die Führung der Hausherren nach diesem Muster. Ronny Jansch hatte sich fast bis zur Grundlinie durchgesetzt, sein Rückpass konnte von der Hintermannschaft des FC Anker nicht weggeschlagen werden, Thomas Timm reagierte am schnellsten und schob die Kugel flach ins rechte Eck. Glück für die Gäste dann in der 36. Minute, als der gute Unparteiische Thomas Gindler den Gastgebern einen Strafstoß versagte, doch nur eine Minute später die gleiche Szene wie vor dem 1:0. Wieder hatte sich Riechert bis zur Grundlinie durchgetankt, diesmal erhöhte Rene Prozek zum 2:0. Bitter für Ankerkeeper Krzysztof Kawczynski, der ansonsten keine weiteren Bewährungsmöglichkeiten hatte.

Nach dem Pausendonnerwetter schien es, als wolle Anker alles besser machen und hatte durch einen Schuss von Mathias Schnöckel auch eine gute Möglichkeit (53.). Aber das war nur ein Strohfeuer, denn danach hatten die Hausherren wieder die besseren Chancen und nutzten ihre 100 Jahre mehr Erfahrung weidlich aus. In der 55. Minute landete ein Schuss von Ralf Wichhardt an der Latte, in der 81. Minute musste Kawczynski per Fuß gegen den durchgebrochenen Prozek klären.

FC Anker mit: Kawczynski, Martens, Oldendorf, Körner, Schnöckel Disic, Jeske, Heine, Zir Zysk, B. Brügmann.