FC Anker enttäuscht Fans mit ideenlosem Spiel
21.02.2011
„Diese Partie sollten wir schnell vergessen und wieder nach vorne schauen. Diese Begegnung war das schlechteste Spiel von meiner Mannschaft seit langem. Meine Elf hat eine enttäuschende Partie geboten“, war Ankertrainer Timo Lange mächtig sauer nach der 0:2-Heimpleite gegen den Tabellennachbarn aus Rathenow. Seit vier Spielen wartet die Ankerelf nun schon auf einen Sieg, der letzte gelang Anfang November gegen den Ludwigsfelder FC.
Gegenüber der starken kämpferischen Leistung gegen den Tabellenführer BAK 07 waren die Gastgeber gestern kaum wiederzuerkennen. Zwar tauchte Marcel Wulff bereits in der 2. Minute gefährlich vor dem Rathenower Kasten auf, doch sein Schuss strich auch am langen Pfosten vorbei ins Aus. In der 14. Minute lag der Torjubel dann bereits auf den Lippen, doch von Wulff schön in Szene gesetzt, scheitere Marcel Heine am guten Optik-Keeper Martin Sengespeick. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel, verzeichneten einen Abseitstreffer und in der 24. Minute hatte sich Leon Helwig gut bis zur Grundlinie durchgesetzt, doch sein Pass nach innen auf den mitgelaufenen Ekin Guendogdu kam nicht an. Die nächste Chance der Rathenower dann in der 32. Minute, diesmal scheiterte der frei durchgebrochene Sascha Tröger an Ankerkeeper Johannes Höcker. Bereits in der Pause kritisierte Lange dann die ungenügende Deckungsarbeit seiner Mannschaft, die die quirligen FSV Spieler oft ungehindert kombinieren ließen.
In der zweiten Hälfte waren nur einige Minuten gespielt als Höcker wieder eingreifen musste und nach einem Rathenower Angriff über die rechte Seite den Ball gerade noch zur Ecke klären konnte. Doch aus diesem Eckball heraus die Führung der Elf von Trainer Ingo Kahlisch durch Daniel Pfefferkorn. Dieser Rückstand schien die Ankercrew nun endgültig geweckt zu haben. In der 62. Minute legte Mannschaftskapitän Fabian Bröcker die Kugel per Kopf in den Lauf von Sissoko Moussa, doch der brachte das Kunststück fertig, völlig freistehend die Kugel aus sechs Metern neben das FSV-Tor zu befördern. Als dann der Unparteiische noch ein Foulspiel auf der Torlinie an Steffen Seering nicht ahndete, lief den Gastgebern immer mehr die Zeit davon. Kurze Zeit später dann noch eine Chance für Heine, doch im Nachsetzen konnte Sengespeick die Situation klären. Die Entscheidung zu Ungunsten der Platzherren dann in der 88. Minute.
FC Anker spielte mit: Höcker, Laumann (60. Schiewe), Seering, Schameitke, Rosinski, Schnöckel, Bröcker, A. Hildebrandt, Martens (72. Gierahn), Heine, Wulff (46. Moussa)
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




