FC Anker empfängt zum brisanten Derby den FC Schönberg

06.11.2009

Morgen um 13.30 Uhr kommt es im Kurt-Bürger-Stadion zum Nordwestderby, denn Tabellenführer FC Anker Wismar erwartet den FC Schönberg, der sich in der Rolle des Außenseiters sieht. „Es ist bereitet", könnte der Slogan für das Spitzenspiel der Verbandsliga morgen zwischen dem FC Anker Wismar und dem FC Schönberg 95 lauten, denn dann treffen der Erste und der Dritte aufeinander. Wismar führt in der Tabelle trotz der Nullnummer in Friedland weiter mit drei Punkten vor Neubrandenburg, da die Decker-Elf ebenfalls nicht über ein 0:0 beim Tabellenletzten in Greifswald hinaus kam.

Da aber zur gleichen Zeit der FC Schönberg (gegen Graal-Müritz) und der Sievershäger SV (gegen HSG Greifswald) ihre Spiele erfolgreich gestalten konnten, kamen beide Teams bis auf sechs bzw. drei Punkte an das Spitzenduo heran.

Und die Maurinestädter hoffen jetzt bei ihrem Gastspiel in Wismar den Rückstand auf die Ankerelf weiter verkürzen zu können. Der amtierende Landesmeister hat im Sommer zwar über ein halbes Dutzend Spieler verloren, aber trotzdem wieder ein schlagkräftiges Team zusammen. Mit Keeper Sven Schmidtke und Stürmer Thomas Haese wurde zwei Spieler verpflichtet, die bereits zu den Glanzzeiten für die Schönberger kickten. Und obwohl Haese erst später dazustieß, steht er mit sieben Toren in der internen Torjägerwertung der Schönberger hinter Niwar Jasim (8 Tore) bereits auf Platz Zwei. Fehlen wird hingegen Paul Manthey, der am letzten Wochenende die Ampelkarte gesehen hatte. Mit Jürgen Rohloff steht zudem ein in Wismar bekanntes Gesicht an der Seitenlinie, denn der jetzige Co-Trainer von Danilo Adigo stand bis März bei Anker unter Vertrag.

In der internen Statistik der bisherigen Spiele zwischen beiden Teams liegt die Elf von Trainer Danilo Adigo leicht in Front. In den bisherigen zehn Partien gab es drei Siege für jede Mannschaft, viermal trennte man sich unentschieden. Nur das Torverhältnis spricht mit 17:14 für die morgigen Gäste. Im letzten Spieljahr gab es zwei Unentschieden.

„Ich habe mir die Partie der Schönberger gegen den TSV Graal-Müritz natürlich nicht entgehen lassen und war selbst vor Ort. Ich habe gesehen, dass uns morgen eine ganz schwere Aufgabe bevorsteht und dass wir diese sehr konzentriert angehen müssen, um keine negative Überraschung auf eigenem Platz zu erleben", so Ankertrainer Timo Lange, der weiter meint: „Wir haben in den bisherigen vier Heimspielen keinen Punkt abgegeben und dabei ein Torverhältnis von 18:0 erspielt. Wenn nach der morgigen Partie dort 20:1 steht, habe ich aber auch kein Problem. Wichtig ist für mich, dass wir die Partie erfolgreich gestalten können, denn unser Dreipunktevorsprung auf Neubrandenburg ist ein zu geringes Polster." Personell steht bis auf Tom Hannemann der komplette Kader zur Verfügung.

Für Schönbergs Trainer Dinalo Adigo stellt sich die Frage der morgigen Rollenverteilung nicht: „Wismar ist klarer Favorit, hat den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben. Unser Ziel ist es, oben mitzuspielen und die Favoriten aus Wismar und Neubrandenburg zu ärgern."

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)