Ex-Nationalspieler Heinrich zieht die Fäden
06.04.2005
Nur drei Tage nach der 0:3 Niederlage bei Motor Eberswalde empfängt der FC Anker Wismar am morgigen Mittwoch um 18 Uhr im Kurt Bürger Stadion den Mitaufsteiger Ludwigsfelder FC und will gegen den LFC den zweiten Heimsieg in Folge einfahren. Der Tabellenneunte zeigte sich in den vergangen Wochen mit zwei Gesichtern. Nach einem 2:2 Unentschieden auf eigenem Platz gegen Tennis Borussia Berlin folgten zwei Niederlagen (2:4 beim FC Schönberg und 1:4 daheim gegen Eberswalde).
Besonders die Niederlage in Schönberg tat der Elf von Trainer Volker Löbenberg weh, denn nachdem die Mannschaft in der ersten Halbzeit klar dominierte und zur Pause noch 2:1 führte, kam nach dem Seitenwechsel der große Einbruch. Gegen Eberswalde geriet die Mannschaft vor allem durch den Platzverweis nach Schiedsrichterbeleidigung von Jan Walle auf die Verliererstraße. Walle wird daher auch heute fehlen. Am Sonntag gewann die Brandenburger dann zu Hause gegen den zehnfachen DDR-Meister BFC Dynamo klar mit 4:0 Toren, wobei sich besonders Maik Eidtner auszeichnen konnte.
In die Saison war der Aufsteiger nicht nur mit dem Ziel „Klassenerhalt“ gegangen, denn in Ludwigsfelde rechnete man von Beginn an mit einem gesicherten Platz im Mittelfeld. Wichtig war den Verantwortlichen in Ludwigsfelde vor allem, dass die Oberliga kein Abenteuer werden soll, so wie es in den letzten Spieljahren den anderen brandenburgischen Vertretern aus Oranienburg oder Frankfurt Oder gegangen ist. Deshalb wurde im Vorfeld der Punktspiele großer Wert auf deutliche Verstärkungen gelegt. Und das ist den Machern in Ludwigsfelde auch mit einem großen Clou gelungen, denn als prominentester Spieler konnte bei unseren Gästen der ehemalige Bundesliga Spieler Jörg Heinrich, der unter anderem 1997 mit Borussia Dortmund die Championsleague gewann, verpflichtet werden. Heinrich bestritt insgesamt 205 Bundesligaspiele und erzielte 24 Tore für den SC Freiburg, Borussia Dortmund und den 1. FC Köln, während er beim AC Florenz 57 Spiele bestritt und dabei 5 Tore schoss. Im deutschen Nationaltrikot brachte es Heinrich, der in Ludwigsfelde der spiritus rector ist und die Fäden im Mittelfeld zieht, auf 37 Einsätze.
Beim Hinspiel in Ludwigsfelde unterlagen die Schützlinge vom Trainerduo Rietentiet/ Körner klar mit 0:3 Toren. „Bis zum Strafraum sah unser Spiel damals gar nicht schlecht aus, doch unmittelbar vor dem Seitenwechsel mussten wir das 0:1 hinnehmen. Dieses Ergebnis wollen wir morgen natürlich korrigieren und unseren Fans beweisen, dass wir nicht so schlecht sind wie wir uns in Eberswalde nach dem Seitenwechsel präsentiert haben. Zudem brauchen wir natürlich die drei Siegpunkte im Kampf um den Klassenerhalt. Allerdings muss dann eine ganz andere Mannschaft auflaufen, denn die Mannschaft, die in Eberswalde in der zweiten Halbzeit auf dem Platz war, hätte keine Siegchance“, zeigte Anker Coach Axel Rietentiet immer noch deutlich seine Enttäuschung über diese Partie.
Dem FC Anker stehen auch morgen nicht alle Mann zur Verfügung, denn der Einsatz der angeschlagenen Spieler Enrico Maaßen und Stephan Müller entscheidet sich erst kurz vor Spielbeginn, ebenso, ob der an Grippe erkrankte Thomas Haese wieder zum Einsatz kommen kann. Dagegen steht Manndecker Alexander Klann den Hansestädtern nach seiner Gelbsperre in Eberswalde allerdings wieder zur Verfügung. Zum Abschluss der zweiten „englischen Woche“ erwarteten die Hansestädter dann am Sonntag den mehrfachen DDR Meister BFC Dynamo.




