Erster Auswärtspunkt in Neubrandenburg

01.09.2008


Der FC Anker Wismar hat in Neubrandenburg zwar den erhofften Auswärtssieg verpasst, doch nach einer spielerisch und läuferisch sehr guten Partie haben die Hansestädter in der Viertorestadt ein verdientes Unentschieden erreicht. „Wir haben ein sehr gutes Verbandsligasiel gesehen, dass auch höheren Ansprüchen gerecht wurde und mit dem wir unsere Zielstellung, oben mitzuspielen, deutlich untermauert haben", so der sportliche Leiter Rene Rydlewicz.

In den Anfangsminuten der ersten Halbzeit begannen die Hausherren stürmisch und drängten auf eine frühe Führung, doch die Hintermannschaft der Gäste stand sicher und ließ keine klare Tormöglichkeit der Gastgeber zu. Die erste gute Möglichkeit des Spiels hatte dann aber bereits der FC Anker, doch ein gefährlicher Freistoß von Marcel Heine konnte abgeblockt werden und die Gäste blieben weiter am Drücker. Doch urplötzlich brachte ein Doppelfehler in der Wismarer Hintermannschaft die überraschende Führung der Hausherren. Patrick Otto hatte sich auf der rechten Angriffsseite durchsetzen können, flankte nach innen und dort wurde Ronny Strübing nicht eng genug gedeckt und konnte zur Führung des Teams von Trainer Rolf Kein einköpfen (23.). Auch durch diese Führung ließen sich die Gäste nicht beeindrucken und hatten noch vor der Pause zwei sehr gute Ausgleichmöglichkeiten. Die größte davon ging auf das Konto von Marcel Heine, doch nachdem er von Andre Hildebrandt mustergültig freigespielt wurde scheiterte er freistehend an Neubrandenburgs Keeper Marco Henze. Nur eine Minute später eine weitere gute Möglichkeit der Catic-Elf, diesmal verpasste Maik Kerinn die Eingabe von Heine. Somit blieb es zur Pause bei der glücklichen Führung der Hausherren:

In der Kabine forderte der Ankercoach einen schnellen Ausgleich, um die Viertorestädter unter Druck zu setzen. Und sein Team nahm gleich nach dem Seitenwechsel die Initiative und bereits in der 47. Minute konnte Marcel Heine mit einem halbhohen Schuss aus zwölf Metern knapp neben den rechten Torpfosten den Ausgleich erzielen. Dieser Ausgleich war nach 227 Minute gleichzeitig eine Premiere, denn dieser Treffer war das erste Auswärtstor dieser Saison. Danach waren die Hansestädter das eindeutig spielbestimmende Team und erarbeiteten sich einige sehr gute Torchancen, doch der Schlussmann der Hausherren konnte sich dabei gleich mehrfach auszeichnen. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich parierte er einen tollen Freistoß von Fabian Bröcker, zeigte sich bei einem weiteren Distanzschuss des Ex-Braunschweigers aus und konnte einen Schuss von El Mouadan Chaffre aus zwölf Metern nur noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken. Diese Szene war eine Schlüsselszene für diese Partie, denn in dieser Aktion versagte der Unparteiische Marcel Bartsch (Geschäftsfüherr des FC Schönberg 95) den Hansestädtern einen klaren Elfmeter. Caffre wurde im Strafraum von seinem Gegenspieler derart im Trikot gezerrt, dass er Mühe hatte auf den Beinen zu bleiben und den Schuss nicht noch besser anzusetzen. Der einzige, aber für das Ankerteam folgeschwere Fehler brachte die Gäste vielleicht um den verdienten Auswärtssieg, denn die Gastgeber konnten trotz der klarer Chancenvorteile der Hansestädter das Remis über die Zeit bringen. Ein kleiner Wermutstropfen war dann aber die gelb/ rote Karte von Abwehrchef Steffen Hildebrandt in der 88. Minute, durch die er beim nächsten Heimspiel in zwei Wochen gegen den Sievershäger SV pausieren muss.

„Wir haben ein tolles Verbandsligaspiel gesehen, dass durchaus höheren Ansprüchen genügt hat. Beide Mannschaften zeigten ein sehr schnelles Spiel. Es ist schade, das wir am Ende nur einen Punkt mitgenommen haben, denn vor allem nach dem Seitenwechsel haben wir die Partie bestimmt, uns viele sehr gute Chancen erarbeitet und mit einem Sieg nach Hause fahren müssen. Es ist toll zu sehen, wie sich die Mannschaft von Woche zu Woche weiterentwickelt. Jedes Spiel bringt einen Qualitätssprung und ich bin mir sicher das wir an diesem Team in den nächsten Wochen noch viel Freude haben werden", so Ankertrainer Bego Catic nach dem Spiel.

Am nächsten Wochenende pausiert die Verbandsliga und es wird die dritte Runde im Landespokal ausgetragen. Das Ankerteam gastiert dann beim Landesligisten AWO Hagenow.

FC Anker mit: Kawczynski - Laumann, S. Hildebrandt, Kanter, Gierahn (83. Gagzow) - Rosinski, Bröcker, A. Hildebrandt, Nienkarken (46. Chaffre) - Kerinn, Heine (46. Brunsch).

von Andreas Knothe