E1: Neuzugang John Jürß mit positiven Signalen beim Premieren-Spiel
21.02.2012
Das erste Testspiel der Rückrundenvorbereitung endete mit einem 4:4-Unentschieden beim PSV Wismar. Für John Jürß war es das erste Zusammentreffen mit seinen neuen Teamkollegen, nachdem er sich in der Winterpause für diesen Wechsel entschieden hat. Allerdings ist er längst kein Unbekannter, denn zum einen lieferte er sich bislang mit dem Grevesmühlener FC unter Trainer Frank Stolte viele packende Duelle und zum anderen trainiert er schon mehrere Jahre gemeinsam mit vielen seiner neuen Kollegen beim DFB-Stützpunkttraining.
Schlechter Start bei noch schlechteren Wetterbedingungen
Die Spieler auf dem Feld störten die Wetterverhältnisse wenig, denn bei einem flotten Spiel gab es kaum Ruhephasen in der Partie. Doch starker Wind von einer Spielfeldseite und zusätzlicher, leichter Regenfall sorgten gelegentlich für die ein oder andere glückliche Torchance. Ein langer Einwurf der Hausherren sorgte für ihre erste Möglichkeit dieser Art, die sie promt nutzten. 0:1 aus Sicht der FC A.
Die Weiß-Roten drehen das Spiel
Nach der dritten starken Einzelaktion von Jan Muhlack in kürzester Zeit erreichte der Ball Mittelstürmer Joshua Scheel, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und ausglich. Nach einer kurzen Pause (es wurden drei Halbzeiten gespielt) legte der FC A direkt nach. Ein gut vorgetragener Spielzug gelangte zu Paul "Fritz" Röhr, der Millimeter-Arbeit verrichtete und mit dem Innenpfosten einnetzte.
Nachlässigkeiten bringen den PSV wieder in Front
Abermals machte sich die Umstellungsprobleme von der Hallensaison bemerkbar. Das Testspiel war die erste Einheit unter freiem Himmel, doch dies entschuldigt nicht die Fehler im Stellungsspiel. Zwei Patzer sorgten für zwei Tore der Heimmannschaft und somit zum 2:3-Rückstand der Weiß-Roten.
Erste große Ausrufezeichen des Neuzugangs
In vielen Aktionen war schon zu sehen, dass John Jürß eine echte Verstärkung für die Offensive ist, doch als er seine erste Ecke von rechts getreten hat war klar, das könnte eine neue Waffe sein. Dieser Kopfball von Linus Beilke verfehlte das Tor aber um gute zwei Meter. Kurz darauf die nächste Ecke, erneut punktgenau auf Linus Beilke, diesmal traf dieser den Kopfball optimal zum 3:3-Ausgleich.
Was vorne klappt, geht hinten schief
Eine unnötige Ecke des PSV Wismar sorgte für die neuerliche Führung. Der Flugball wirkte ungefährlich, doch als John Buhse die Flanke unterlief, stand der Stürmer hinter ihm völlig blank und ließ Anker-Schlussmann Ole Ristow keine Chance. Doch noch war das Spiel nicht aus.
Am Ende gab es ein gerechtes Unentschieden
Die letzten zehn Minuten gehörten ausschließlich dem FC Anker. Viel Ballbesitz, aber noch zu wenige sauber vorgetragene Angriffe sorgten für nicht allzu viele Einschussmöglichkeiten, doch einmal setzte sich nach einer der besseren Kombinationen Linus Beilke auf dem linken Flügel durch. Der Ball erreichte vorm Tor Malte Noack, der im ersten Anlauf scheiterte, doch im Nachsetzen den Ball über die Linie kämpfte. Endstand: 4:4
Das Team hat zwar phasenweise gute Ansätze gezeigt, doch bleibt noch viel Arbeit bis zum ersten Rückrundenspiel. Bis dahin vergehen aber noch einige Wochen, sodass man zuversichtlich sein kann, dass dort die Abwehr organisierter zu Werke geht und im Angriff mehr Ideen für mehr Torchancen sorgen.
FC Anker mit: Ole Ristow, Falk Mehldau, Jonas Saschenbrecker, Malte Noack, Paul Reichelt, Paul Röhr, Linus Beilke, Aron Reimer, John Buhse, Jan Muhlack, Joshua Scheel, John Jürß, Ben Trojan
von René Wolfgramm




