E1: Ausgleich in letzter Sekunde

24.03.2011

Die erste Mannschaft der E-Junioren des FC Anker Wismar hatte am Dienstag den Mecklenburger SV zu Gast.

Die Spieler des MSV waren, wie eigentlich alle Mannschaften in der Kreisoberliga der D-Junioren, den Wismarer Kickern körperlich vorraus. Doch durch technische und spielerische Weiterentwicklung hat das Team von Trainer Horst Ohde mit diesen Vorraussetzungen mitlerweile kaum noch Probleme.

Schon am vergangenen Spieltag musste zuerst der FC A ein Gegentor hinnehmen, doch gelang ihnen gegen den FSV Testorf Upahl kein eigenes, so verlor man knapp mit 0:1.

Heute wollte das Team um Kapitän Jakob Boddin dies besser machen, doch auch die Mecklenburger hatten den ersten Torjubel auf ihrer Seite. So lag der FC Anker nach rund 15 Minuten erneut im Hintertreffen. Doch die Mannschaft gab sich nicht auf. Angefeuert durch die zahlreich erschienenen Angehörigen der Mannschaft und zusätzlich den Eltern der auf dem anderen Spielfeld trainierenden Nachwuchsmannschaften der Heimmannschaft erspielte sich das Team eine gute Möglichkeit nach der anderen.

Doch bis zur Halbzeit war kein Vorbeikommen am Torwart des Mecklenburger SV, für den es ein ganz besonderes Spiel war, denn noch vor zwei Jahren hütete Dennis Türk selber den Kasten einer Nachwuchsmannschaft des FC Anker Wismar und konnte schon damals seinen Teamkollegen den einen oder anderen Punkt retten. Heute allerdings brachte er seine ehemaligen Club-Kameraden schier zur Verzweiflung.

Auch nach der Pause ein unverändertes Bild. Gute Torchancen der Weiß-Roten, noch bessere Paraden von Dennis Türk. So verging auch die reguläre Spielzeit der zweiten Hälfte, doch die junge Schiedsrichterin sah Anlass zur Nachspielzeit. Trainer Horts Ohde sah auf seine Uhr und war sich sicher, dass seinen Schützlingen nicht viel Zeit blieb. Kurz vor Ende der Spielzeit setzte er dann alles auf eine Karte: "Ob wir nun 0:1 oder 0:2 verlieren, ist jetzt auch egal", so seine Aussage. Kein Spieler des Teams sah sich mehr als Verteidiger, alle wollten unbedingt den Ausgleich. Quasi mit dem Schlusspfiff dann das erlösende und hochverdiente Tor! Der Ball wurde wieder einmal gefährlich in den Mecklenburger Strafraum gespielt, und wie schon im Hinspiel, wo die Weiß-Roten noch 1:2 verloren, hieß der Torschütze Erik Bradtke. Aus dem Gewühl heraus konnte er Dennis Türk überwinden. Der Jubel auf dem Kunstrasenplatz kannte keine Grenzen, die Moral wurde belohnt. Direkt nach dem Wiederanstoß pfiff die Schiedsrichterin die Partie ab und der FC A sicherte sich einen hart erkämpften Punkt.

Den Torchancen nach zu urteilen wäre ein Sieg mehr als verdient gewesen, doch nach dem Spielverlauf und dem Tor in letzter Sekunde waren alle mit dem Punk zufrieden.

von René Wolfgramm