Dos Santos bereits gegen Torgelow dabei
02.09.2005
Anker Wismar empfängt am Sonntag um 14 Uhr den Torgelower SV Greif zum Landesderby. Neuer Abwehrchef ist Neuzugang Fernando Dos Santos. Wenige Stunden vor Schließung der Transferliste hat Oberligist FC Anker Wismar am Mittwoch Fernando Dos Santos für sich gewonnen. Der 37-Jährige soll als stabilisierender Faktor in der zuletzt etwas unsicheren Abwehr der Weiß-Roten wirken. Der Kontakt zu den Wismarern kam über Teammanager Bruno Paulenz zustande. Zu den größten Erfolgen des gebürtigen Brasilianers mit spanischem Pass, der sich im Laufe seiner Karriere vom Angreifer zum Abwehrspieler entwickelte, gehört der Aufstieg mit dem SV Babelsberg in die 2. Bundesliga (2001). Später arbeitete der Allrounder unter anderem als Spielertrainer des Oberligisten Berliner AK.
An Aufhören denkt er nicht. In Wismar wartet eine neue Aufgabe auf ihn. „Anker hat eine sehr gute Truppe. Mir gefällt auch das Umfeld sehr gut. Ich fühle mich schon jetzt wie zuhause“, zeigte sich Dos Santos schon nach wenigen Tagen angetan von seiner neuen Arbeitsstätte. Besonders beeindruckt war er von den wachsenden professionellen Strukturen in Wismar.
Bereits beim 5:0-Testspielsieg am Montag in Bad Kleinen war der letzte Neuzugang des FC Anker als Probespieler mit von der Partie. „Er hat die Hintermannschaft gut organisiert“, lobte Trainer Enver Alisic die Arbeit des neuen Abwehrchefs. Mannschaftskapitän Steffen Hildebrandt, der bisher die Führungsrolle in der Abwehr inne hatte, wird künftig Sonderaufgaben in der Innenverteidigung übernehmen. So soll sich der 23-Jährige im Oberliga-Landesderby am Sonntag gegen den Torgelower SV Greif um Robert Sikorski kümmern. Der Goalgetter aus Torgelow hat am vergangenen Wochenende im Landespokalspiel in Neubrandenburg (1:4) einen Hattrick erzielt. Mit 41 Toren war er in der abgelaufenen Saison der gefürchtetste Verbandsliga-Torjäger. Enver Alisic lässt indes keinen Zweifel daran, dass ein Heimsieg der Wismarer gegen das Team von Eckhard Ehrke Pflicht ist. „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und ein gutes Spiel zeigen“, wünscht sich der 58-jährige Fußball-Lehrer.
13 Tore in den letzten beiden Spielen zeigen, dass die Anker-Schützlinge den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Es dauert aber noch drei, vier Spiele, bis wir richtig in Schuss sind“, glaubt Dos Santos. „Gerade deshalb brauchen wir am Sonntag den zwölften Mann. Ich hoffe, dass 500 bis 600 Zuschauer den Weg ins Kurt-Bürger-Stadion finden", appelliert Alisic an die Fans. Das begeisterte Publikum aus Torgelow – 1400 Zuschauer sahen vor knapp zwei Wochen das Heimspiel gegen Neuruppin – wird sicher auch in Wismar vertreten sein.




