D2, Sieg gegen Pampow war nie gefährdet
08.11.2009
Heute durfte man gespannt sein, wie die D2 des FC Anker die sehr hohe Heimniederlage im Landespokal gegen die D1 des FC Eintracht Schwerin verkraftet hat. Eigentlich hätte man am vergangenen Mittwoch beim (zu dem Zeitpunkt)Tabellenspitzenreiter FC Parchim 92 antreten müssen. Diese Partie fiel allerdings aufgrund der extremen Wetterlage aus und findet am kommenden Mittwoch statt.
Vielleicht war das auch ganz gut so, dass unsere Jungs so eine lange Spielpause hatten. Denn so blieb mehr Zeit zum „Wunden lecken", wenn man überhaupt welche davongetragen hat. Man ist ja nicht gegen Irgendjemand im Pokal so Sang und Klanglos ausgeschieden und untergegangen.
Eigentlich konnte man den heutigen Gegner vom Spielvermögen her ähnlich wie die Parchimer oder den SV Plate einschätzen. Jedenfalls sagen das die bisherigen Ergebnisse aus. Auch haben unsere Jungs nur schlechte Erfahrungen mit den Rand-Schwerinern gemacht. In der letzten Saison wurden beide Partien klar verloren. Dem entsprechend gewarnt waren die Spieler von Trainer Rene Klapper. Aber Bange machen galt nicht. Auf heimischen Platz wollte man sich heute nicht „die Butter vom Brot nehmen lassen".
Beide Mannschaften begannen die Partie unaufgeregt und verhältnismäßig bedächtig. Mann musste bis zur 4.Minute auf die erste Torchance des Spiels warten, und die hatten die Gäste. Aber die Anker-Kicker blieben dem Gegner jetzt nichts Schuldig. Kurz darauf erspielte sich die Offensivabteilung der D2 die ersten klaren Möglichkeiten. Aber die Gäste blieben gefährlich. Mit guten schnellen Kombinationen und strammen Fernschüssen war bei den Pampowern immer zu rechnen.
In der 12. Minute Ecke von Links durch Alex Mack. Der Ball kommt gar nicht so gut vor das Tor. Lasse kann damit eigentlich nicht viel anfangen. Irgendwie hebt er aber den Ball über Gegner und Torwart in das Tor der Gäste. Ob er das so gewollt hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Egal, 1:0 Führung, wunderbar, da fragt später keiner nach wie das Tor gefallen ist.
Die Gäste schienen ziemlich verärgert und angespornt. Gleich im Anschluss wollten sie den Ausgleich schaffen und stürmten fast alle auf das Wismarer Tor. Die Defensive wurde sträflich vernachlässigt und das nutzten unsere Jungs eiskalt und clever aus. 2:0 nach 13 Minuten, da konnte man nur noch sagen „Willkommen in Wismar, ihr Pampower". Und noch was Gutes: Jacob brauchte diesmal nicht zehn Chancen um sein erstes Tor zu machen.
Und es ging weiter. In der 14. Minute erzielt wiederum Jacob nach schöner schneller Kombination das 3:0.
Die Gästeabwehr wurde bei diesem Tor richtig schwindelig gespielt und Jacob glänzte mit einer 100% Quote.
In der 18. Minute bekam Anker-Keeper Dennis Türk wohl einen Anfall von Mitgefühl für den heutigen Gegner. Anders kann ich mir seinen eklatanten Fehler beim Abstoß nicht erklären. Völlig unkonzentriert wirft er den Ball genau in den Lauf des gegnerischen Stürmers. Dieser nimmt die Einladung natürlich an und trifft zum 3:1 Anschluss. Zum Glück war es nur ein Anschlusstor. Aber trotzdem, so was darf nicht passieren.
In der 22. Minute stellt wiederum Jacob den alten Abstand wieder her. Er untermauerte damit seine 100% Quote und seinem Kollegen im Tor wird auch ein Stein vom Herzen gefallen sein.
Die MSV-Jungs waren aber noch lange nicht bezwungen. Wenn die Gäste so richtig Tempo in ihr Spiel brachten, dann wurde es auch für die Anker-Abwehr gefährlich. Kurz vor der Pause verkürzen die Gäste durch ein Eigentor auf 4:2. Das war auch der Halbzeitpausenstand.
Eigentlich ist es ja immer so; für die zweite Hälfte nimmt sich jede Mannschaft vor es besser zu machen, noch mehr zu kämpfen, noch mehr zu Rennen und den Gegner noch klarer auszuspielen. So oder so ähnlich bestimmt auch die Pampower heute. Denn die Gäste kamen besser in die zweite Hälfte. Obwohl einigen MSV-Jungs die Strapazen der ersten Hälfte deutlich anzusehen war, versuchten sie das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Aber es blieb beim Versuch. Alex Mack trifft in der 36. Minute für die D2 des FC Anker zum 5:2, und das war auch die Entscheidung. Denn danach schienen der Einsatzwille und der Kampfgeist des Gegners gebrochen. Obwohl noch knapp 23 Minuten zu spielen war, lief beim MSV nichts mehr zusammen. Als Kapitän Alex in der 38. Minute, nach sehr schönem Solo dann auch noch auf 6:2 erhöht, war auch die Moral des Gegners dahin. Zwar kamen die Pampower noch ein-zweimal gefährlich vor das Tor, aber die relativ gute Ankerdefensive und fehlende Durchschlagskraft Konzentration und Kondition auf Seiten der Gäste ließen den Gegner kein Tor mehr erzielen. Endstand 6:2 für die D2 des FC Anker Wismar.
Nach diesem Spiel stehen unsere Jungs hinter Spitzenreiter ESV Schwerin mit einem Spiel weniger auf Platz 2 der Tabelle. Bei einem Sieg am Mittwoch gegen den FC Parchim 92 könnten sie auf Platz 1 springen. Aber ich warne: Jetzt bloß nicht übermütig werden. Die Parchimer werden eine ganz andere Hausnummer sein, und auf den Boden der Tatsachen fällt man sehr schnell und tief.
Mannschaft: 1 Dennis Türk(TW), 10 Alex Mack (SF), 4 Alexander Mednow, 11 Robert Kessner, 5 Jakob Krauß, 18 Tim Newrzella, 3 Lasse Krastel, 6 Ruven Micheél, 15 Danilo Schwarz, 2 Nico Taudte, 8 Jannik Oliver Büsing,
Torfolge: 12.min 1:0 Lasse, 13.min 2:0 Jacob, 14.min 3:0 Jacob, 18.min 3:1 Nr.8 MSV Pampow, 22.min 4:1 Jacob, 29.min 4:2 Eigentor, 36.min 5:2 Alex Mack, 38.min 6:2 Alex Mack
von Frank Messer




