Cheerleader motivieren sich mit Schokolade
16.11.2005
Den Satz „Power muss dahinter stecken!“ kann Choreografin Franziska Pundt nicht oft genug sagen. Immer wieder wird die Sequenz wiederholt, bis sie sitzt; synchron und mit Kraft in jeder Bewegung. An der Choreografie haben die Mädchen lange gearbeitet. Franziska braucht nur einen Titel auszurufen, schon wird sich aufgestellt und es geht los. Die Cheerleader des FC Anker gibt es schon seit 1997, also seit Gründung der Fußballmannschaft. „Früher waren wir 40 Leute“, sagt Doris Grabnitzki. Jetzt lassen sich etwa 15 Mädchen zählen. „Auf dem Fußballplatz sind wir ein wenig weit zerstreut“, so die Betreuerin. Aus diesem Grund suchen die Cheerleader Nachwuchs.
Alle, die mitmachen wollen, müssen 12 Jahre oder älter sein. Interessenten melden sich bitte im Büro des Kurt-Bürger-Stadions bei Doris Grabnitzki. Probetraining findet Mittwochs in der Turnhalle der Turnplatz-Schule statt. Die ganze Mannschaft freut sich schon auf einen verspiegelten Raum, in dem bald trainiert wird. Musik, wie sie die Mädchen wünschen, ist beim Training immer dabei. Die im Schnitt 15-Jährigen trainieren jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr in der Halle der Trunplatz-Schule und donnerstags um die selbe Zeit im Fitnessraum des Wonnemar. Gerade arbeitet die Gruppe an der Sternpyramide. Nach dem Training gibt es zur Motivation ab und zu eine Portion Überraschungseier.
Jeden Sonntag, an dem ein Spiel des FC Anker stattfindet, ist auch für die Cheerleader ein Auftritt geplant. Ansonsten können Veranstalter die Gruppe auch für Auftritte auf diversen Festen buchen. Manchmal haben ist jedes Wochenende ausgebucht, dann gibt es wochenlang keinen. Das ist unterschiedlich. Aber immer ist für Transport und Sicherheit gesorgt. Häufig treten die Mädels im Wonnemar auf. Vielen Auftritten schließen sich ein Büffet und gemeinsames Tanzen an. „Cheerleading hier ist nicht so hart wie in Amerika, und überhaupt tanzen wir mehr als wir turnen", sagt Franziska Pundt. Sie ist angehende Krankenschwester und hatte bislang keine Zeit, die Mädchen zu trainieren. Aber Aufgeben ist für sie undiskutabel. Auf die Frage, was ihr hier am besten gefällt, antwortet sie: „Mit den Mädchen zu arbeiten, zu tanzen und hin und wieder zu feiern.“ Für den Nachwuchs fügt sie hinzu: „Wir versuchen, aus jedem das Bestmögliche herauszuholen und schließen niemanden aus.“
Durch Freunde und Geschwister haben die Mädchen diesen Sport für sich entdeckt und sind in erster Linie aus Spaß dabei geblieben. Der Spaß am Tanzen, gemeinsam kreativ zu sein und freie Wahl der Musik zu haben sind für sie die wichtigsten Gründe, fest bei der Stange zu bleiben. „Am besten sind die Auftritte,“ schwärmt Mandy Gerlach (17). Fit zu bleiben, ist der Grund zum Mitmachen für Monic Klostermann (16). Auch wenn es viele verschiedene Meinungen gibt, finden sich die Mädels doch in einem Punkt wieder, den Doris Grabnitzki so formuliert: „Man lernt auch, miteinander umzugehen und Teamgeist zu entwickeln.“ „Außerdem werden alte Freundschaften beim Training wiederbelebt", sagen Mandy Gerlach und Juliane Pundt (16) lachend.




