Bröcker und Heine trafen beim Ankersieg in Greifswald
20.04.2010
Die Partie im Greifswalder Volksstadion fand nicht auf dem gut bespielbaren Hauptplatz statt, sondern auf einem Nebenplatz. Allerdings ähnelte das Spielfeld eher einer Panzerübungsstrecke als einem Fußballfeld. Auf diesem schwer bespielbaren Untergrund agierte Anker von Beginn an sehr konzentriert. Die erste Torchance bot sich André Hildebrandt (12.), doch sein Direktschuss aus 20 Metern strich knapp über das Tor. Sechs Minuten später die Führung der Gäste. Nach einem Handspiel von Töllner legte sich Mannschaftskapitän Fabian Bröcker das Leder zurecht und hämmerte die Kugel aus 25 Metern in die Maschen. Bis zur Pause hatte Wismar noch drei weitere Torchancen durch Niels Laumann, Sissoko Moussa und Stefan Schwandt.
Letzterer war es dann auch, der nach dem Seitenwechsel die erste Möglichkeit hatte. Doch erneut zeigte sich Passow im HSG Tor als Sieger. In der 58. Minute lag der Torjubel wieder auf den Lippen des Ankerteams, doch nach einer Eingabe von Bröcker klatschte der Schuss von Marcel Heine ans Lattenkreuz.
Danach verflachte das Spiel der Gäste etwas. Weder Freistöße noch lange Bälle auf die Angriffsspitzen kamen gefährlich in den Greifswalder Strafraum. So blieben klare Einschussmöglichkeiten lange Zeit rar. Die Hausherren bemühten sich zwar, aber nach vorne konnten sie keine Akzente setzen. Zu souverän stand die Abwehr um Steffen „Eiche" Seering. In den Schlussminute machten die Gäste den Sieg dann endgültig perfekt. Nach dem die Hintermannschaft der Greifswalder in der 84. Minute einen Freistoß von Schwandt noch klären konnten, unterlief Kreutz erneut ein Handspiel. Diesmal aber im Strafraum. Schiedsrichter Florian Markhoff zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, und Marcel Heine ließ sich diese Chance nicht nehmen.
„Wir haben wieder einmal bewiesen, dass wir auswärts durchaus eine Macht sind. Mit diesem elften Auswärtssieg haben wir nicht nur die leisen Hoffnungen unserer Kontrahenten zunichte gemacht, sondern unsere Tabellenführung behauptet",erklärte Ankertrainer Timo Lange und blickte voraus: „Nun haben wir gegen Graal-Müritz und Friedland zwei Heimspiele in Folge. Natürlich wollen wir nach diesem Auswärtserfolg unseren Fans endlich wieder Heimsiege schenken. Wir haben gegen Warnemünde und den Rostocker FC vier Heimpunkte verschenkt, das wollen wir jetzt unbedingt vermeiden. Der Sieg war daher sehr wichtig für mein Team, denn die Greifswalder waren der erwartet schwere Gegner. Das Spiel war sicher kein Augenschmaus, letztlich zählen aber nur die drei Siegpunkte."
Anker mit: Höcker - Schnöckel, Seering, Martens, Laumann - Gierahn, A. Hildebrandt, Bröcker, Schwandt - Heine (89. Wulff), Moussa (78. Bernier).
von Stephan Roolf




