Boddenstädter geben ihr letztes Gastspiel in Wismar

24.04.2003

Mit dem 25. Spieltag beginnt der Schlussspurt in der Verbandsliga, denn bis zum 31. Mai geht es jetzt Schlag auf Schlag. Ohne eine weitere Pause werden der Aufsteiger zur Oberliga und die (zwei bis drei) Absteiger in die Landesliga ermittelt. Während am Tabellenende die Mannschaften ab Platz elf (Rostocker FC, Emco Strasburg, Malchower SV, Blau Weiß Polz, FSV Malchin und der SV Warnemünde) die Absteiger unter sich ausmachen dürften, streiten an der Spitze drei Teams um den Oberligaaufstieg. Mit in diesem Rennen ist auch der FC Anker Wismar, der an diesem Spieltag die Elf des Greifswalder SC empfängt.

Dirk Taflo steht vor 150. Punktspieleinsatz für den FC Anker Wismar

Die Partie gegen die Boddenstädter wird das letzte Spiel zwischen beiden Mannschaften sein, denn der Oberligaabsteiger wird sich nach Ende dieser Saison umbenennen. Was einst als Greifswalder SC (1926-39) begann, sich als Einheit Greifswald fortsetzte (1946-68), dann als KKW Nord Greifswald (1968-91) jahrelang in der DDR-Liga fortsetzte findet unter der Bezeichnung Greifswalder SC nun ein Ende. Nach dem Abstieg aus der Oberliga und der Insolvenz der Boddenstädter blieb nur noch die Verbandsligaelf im Spielbetrieb, die sich aber auch am Spieljahresende auflösen wird und dann wohl unter dem Namen ESV/ Empor Greifswald weiterspielen wird.

Die Rothosen stehen in der Tabelle auf Platz acht, jenseits von Gut und Böse. Mit 49 erzielten Treffern haben unsere sonntäglichen Gäste den viertbesten Angriff der Verbandsliga und sind so durchaus nicht zu unterschätzen. Drei Auswärtssiege stehen bereits im „Startbuch“ der Rückrunde bei den Boddenstädtern und auch in der letzte Partie gegen den FC Tollense Neubrandenburg wies der Tabellenachte unter den Augen von Ankertrainer Axel Rietentiet seine derzeit gute Form eindrucksvoll nach. Das junge Team forderte den Staffelfavoriten aus Neubrandenburg über die gesamte Spielzeit und musste erst kurz vor Schluss nach zweimaliger Führung den Ausgleich der Tollenseelf hinnehmen. „Die junge Greifswalder Elf hat mich in diesem Spiel völlig überzeugt. Sie war die spielbestimmende Elf und hätte den Sieg verdient gehabt“, machte Rietentiet der Schröderelf ein großes Kompliment.

Wie schwer die Partie gegen den GSC werden wird hat auch das Hinspiel bewiesen, als sich beide Teams 1:1-unentschieden trennten. Zwar hatte Mamadou Diallo die Ankercrew vor der Pause in Führung bringen können, doch Hildebrandt glich nach einer knappen Stunde Spielzeit aus. „Seit diesem Spiel sind die Boddenstädter spielerisch deutlich besser geworden und werden uns sicher voll fordern. Trotzdem wollen wir unsere gute Serie weiter fortsetzen, müssen uns aber gegenüber dem Spiel gegen Malchow spielerisch deutlich steigern. Personell haben wir alle Spieler an Deck, so dass die Trainingsleistungen über die Startaufstellung entschieden werden“, blickte Rietentiet weiter voraus.

Für einen Spieler könnte das Spiel am Sonntag zu einem Jubiläum werden. Dirk Taflo steht vor seinem 150 Punktspiel im Dress des FC Anker Wismar. Eine tolle Serie wenn man bedenkt, dass die Hansestädter bisher in der Oberliga-bzw.Verbandsliga erst 178 Spiele bestritten haben. Da Taflo auf Grund einer langwierigen Verletzung in der Hinrunde nicht zum Eisatz kam, ist diese Serie noch beeindruckender.Zudem steht die Ankercrew im 73 Verbandsligaheimspiel vor dem 50 Heimsieg (14 Remis, 9 Niederlagen). Ein lohnendes Ziel!

Alle Ansetzungen auf einen Blick, in den Klammern die Hinspielresultate:

SG Warnow Papendorf – SV Emco Strasburg (1:1)
FSV 1919 Malchin – Sievershäger SV (4:1)
FC Pommern Stralsund – FC Schönberg 95 II (6:0)
SV Blau Weiß Polz – SV Warnemünde (2:3)
Torgelower SV Greif – SV Waren 09 (1:2, alle Sonnabend 14 Uhr)
Malchower SV 90 – SV Hafen Rostock (1:0, Sonnabend 15 Uhr)
Rostocker FC 95 – FC Tollense Neubrandenburg (4:1)
FC Anker Wismar – Greifswalder SC (1:1, beide Sonntag 14 Uhr).