Bleibt der FC Anker in der Hinserie ungeschlagen?

04.12.2009

Der FC Anker Wismar tritt morgen früh die weiteste Reise der Saison zu einem Auswärtsspiel an, nach Torgelow, und trifft dort auf dem Kunstrasenplatz auf den Tabellenfünften FC Vorwärts Drögeheide. Um 13 Uhr wird Schiedsrichterin Diana Räder-Krause beide Mannschaften zum letzten Hinrundenspieltag auf das künstliche Geläuf bitten. Die Partie im Ücker-Randow-Kreis ist von der Tabellenkonstellation das Spitzenspiel dieses Wochenendes, treffen doch der Tabellenführer und der augenblickliche Fünfte aufeinander.

Für die Ankerelf wird es eine sehr knifflige Partie werden, denn die Vorpommern sind das drittbeste Heimteam der Verbandsliga und haben von den bisherigen sieben Spielen auf der Anlage am Keilergrund sechs gewonnen.

Nur gegen den Tabellenzweiten aus Neubrandenburg setzte es für das Team von Trainer René Samuel eine 1:3-Niederlage. Selbst der Sievershäger SV, immerhin Tabellenvierter, bezog in Drögeheide eine klare 0:6-Klatsche. Die Heimstärke der Vorwärts-Elf wird zusätzlich durch die Tatsache unterstrichen, dass die Mannschaft von ihren insgesamt 25 Toren alleine 19 auf eigenem Platz erzielen konnte und dabei erst sechs Gegentore kassierte. Am letzten Wochenende gastierten die Drögeheider beim Verbandsliganeuling in Graal-Müritz und kamen von dort mit einer 1:2-Niederlage zurück.

Aber der FC Anker will sich von dieser Heimstärke der Hausherren nicht beeindrucken lassen und mit den eigenen Tugenden, einer sicheren Abwehr und schnellen Konterangriffen, auch dieses Spiel erfolgreich gestalten.

Mit einem eigenen Sieg würden die Hansestädter die beste Halbserie ihrer Vereinsgeschichte perfekt machen. Bisher steht die Bestmarke des Ankerteams bei 40 Punkten und 56:13 Toren, aufgestellt in der 2. Halbserie der Saison 2003/2004. Auch in der ersten Halbserie der Spielzeit 1999/2000 konnten die Hansestädter eine Superserie hinlegen, damals standen 39 Punkte und 49:7 Tore zu Buche.

Personell kann Ankertrainer Timo Lange an diesem Wochenende auf seinen gewohnten Spielerstamm zurückgreifen. Allerdings muss Mannschaftskapitän Fabian Bröcker wieder passen, da er sich erneut einer Zahnoperation unterziehen musste. Dagegen sind Abwehrspieler Mathias Schnöckel nach seinen Rückenproblemen und David Rosinski wieder voll einsatzfähig.

„Wir werden morgen sehr konzentriert ins Spiel gehen und trotz der langen Anreise völlig „munter und ausgeschlafen" sein, damit wir keine unliebsame Überraschung erleben. Unser Ziel ist es, auch im letzten Spiel der Hinrunde ohne Niederlage zu bleiben, um unsere gute Ausgangsposition nicht aufs Spiel zu setzen. Entscheidend ist eine kompakte Abwehrarbeit, aus der heraus wir uns unsere Konterchancen erarbeiten wollen", so Ankercoach Timo Lange. Die Verfolger der Ankerelf haben an diesem Spieltag deutlich einfachere Aufgaben zu lösen. Die Neubrandenburger Elf beginnt ihre Serie von vier Heimspielen in Folge mit der Partie gegen den Tabellendreizehnten SV Warnemünde, während der FC Schönberg beim Pasewalker FV zu Gast ist.

In Pasewalk hat am letzten Wochenende Vereinspräsident und Hauptsponsor Guido Nentwich das Handtuch geworfen. Es bleibt als abzuwarten, wie es dort nun weitergeht. In Schwerin kommt es zum Westderby zwischen der wiedererstarkten Eintracht (zuletzt drei Siege in Folge) und den Blau-Weißen aus Polz, während es in Greifswald zum Ortsderby zwischen dem Greifswalder SV II und der HSG Greifswald kommt.

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)