Bittere Pille: Mit Sperling und Ratke fehlen zwei Stammspieler
18.03.2004
Am 19. Spieltag der Verbandsliga steht der FC Anker Wismar morgen erneut vor einer sehr schweren Auswärtsaufgabe. In ihrem 170. Verbandsligaspiel muss die Ankercrew ab 14 Uhr im Stadion der Freundschaft beim Tabellenfünften FC Pommern Stralsund Farbe bekennen.
FC Anker Wismar gastiert am Strelasund
Diese Aufgabe dürfte für die Ankerelf zu einem heißen Tanz werden, denn der Tabellenvierte ist eine spielstarke Mannschaft und hat bisher allen Favoriten das Fürchten gelehrt. Die Pommern haben eine hervorragende Auswärtsbilanz, sechsmal konnte sie ihre Auswärtspartien gewinnen. Sie gewannen u.a. in Wismar mit 1:0, siegten in waren mit 3:2, gewannen bei der SG Warnow Papendorf mit 4:3 und punkteten beim Spitzenreiter Torgelow, als die Mannschaft ein verdientes 3:3 erreichte. So sollte die 2:4-Niederlage der letzten Woche in Polz nur als Ausrutscher für die Elf von Trainer Uwe Kutz und Co-Trainer Karsten Dabergott gewertet werden. „Wir werden mit der Zielstellung ins Spiel gehen, gegen den Aufstiegskandidaten ein remis zu holen. Um dies zu erreichen, muss die Mannschaft an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gehen. Wenn die Einstellung und das Zweikampfverhalten stimmen, sollte das nicht unmöglich sein. Vor allem müssen wir in der defensive konzentriert und aufmerksam arbeiten. Hier ist in Polz viel schief gelaufen. Und dieses Spiel wollen wir vergessen machen“, so FCP-Trainer Uwe Kutz.
„Wir erinnern uns nur sehr ungern an das Hinspiel, denn nach vier Siegen war das 0:1 gegen die Stralsunder unsere erste Saisonniederlage, die uns die Tabellenführung kostete. Und die haben wir bis zum heutigen Tage nicht wieder erreicht. Aber nicht nur die Niederlage tat weh, sondern vor allem, dass die Gäste an diesem Nachmittag auch die bessere Mannschaft waren und verdient die drei Punkte mit nach Hause genommen haben. Und so kann es für uns morgen nur ein Ziel geben, diese drei Punkte müssen wir uns wiederholen. Ein zusätzliches Bonbon wäre, dass wir dann zumindest für einen Tag an der Tabellenspitze stehen würden, denn Torgelow spielt erst am Sonntag bei Eintracht Schwerin“, sagte Ankertrainer Axel Rietentiet. In den letzten Jahren war Stralsund aber ein recht gutes Pflaster für die Ankercrew, denn in den bisherigen fünf Partien im Stadion der Freundschaft verließ der FC Anker nur einmal (0:1 im Spieljahr 98/99) als Verlierer den Platz. Auch das Torverhältnis spricht mit 11:3 eine deutliche Sprache zugunsten des FC Anker.
„Ich bin trotzdem zuversichtlich. Wir haben mit Thomas Haese und Stephan Müller ein Stürmerduo, das bisher 30 Tore erzielt hat. Die Anschlusskader Andre Wilczek, Rene Priebe und Oliver Lück werden den Kader für dieses Wochenende verstärken. Mit Thomas Glaubitz und Sebastian Marschner haben ja bereits zwei Spieler den Sprung in die Anfangsformation geschafft“, blickt Rietentiet optimistisch auf das morgige Spiel voraus. Personell ist das Wismarer Trainerduo Rietentiet/ Körner an diesem Wochenende aber arg gebeutelt. Bekanntlich fehlen Lars Sperling und Rene Ratke nach ihren gelb/roten bzw. roten Karten in Neubrandenburg, und auch der in Neubrandenburg verletzte Andre Hildebrandt kann nicht aufgeboten werden. Da auch Sebastian Rietz arbeitsbedingt nicht einsatzfähig ist, fehlen gleich vier Spieler aus dem Kader der Vorwoche. Dafür stößt Marcel Prehn nach seiner Sperre wieder in das Aufgebot.
Eine Information am Rande: Das Gastspiel von Steve Krökel (bis zur Winterpause im Kader des FC Anker) beim FC Dornbreite Lübeck ist bereits wieder beendet. Krökel fehlte in den letzten Wochen mehrfach beim Training“, das gab den Ausschlag sagte der Dornbreiter Ligaobmann Jörg Hasse.
SV Hafen Rostock – FSV Malchin 1919 (1:2, Sonnabend 13 Uhr)
FC Pommern Stralsund – FC Anker Wismar (1:0)
FC Tollense Neubrandenburg – ESV/ Empor Greifswald (0:0)
SV Emco Strasburg – SV Waren 09 (1:4)
Pasewalker FV – SG Warnow Papendorf (2:1, alle Sonnabend 14 Uhr)
Malchower SV 90 – SV Blau Weiß Polz (0:0, Sonnabend 15 Uhr)
FC Eintracht Schwerin – Torgelower SV Greif (0:4)
Parchimer FC 92 – Rostocker FC (2:3, Sonntag, 14 Uhr)




