Aufstiegsanwärter eine Nummer zu groß für die Ankerelf

17.03.2008

Der Malchower hat am gestrigen Sonntag einen weiteren großen schritt in Richtung Amateuroberliga gemacht, denn die Elf von Trainer Sven Lange setzte sich beim FC Anker klar mit 4:0-Toren durch.
In einem recht einseitigen Spiel hatte die Ankerelf zwar durch einen Schuss von Maik Kerinn in der ersten Minute die erste gute Torchance, doch Ludwikowski lenkte den Ball über die Latte. Danach kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Nach einer Ecke von Torsten Petzold zog der vom Rostocker FC nach Malchow gewechselte Christian Urgast die Kugel auf den langen Pfosten, fand dort Torjäger Ronny Müller und der köpfte zur 1:0-Führung der Gäste ein.

Und die Chancenvorteile lagen weiter bei den Gästen. Torsten Petzold, bei den Malchowern der Mann für die ruhenden Bälle, ob Eckbälle, Freistöße, Einwürfe, alles läuft über den Ex-Rostocker. Er prüfte Krzysztof Kawczynski im Ankertor gleich zweimal in Folge. Seinen ersten Freistoß holte der Ankerkeeper aus dem Dreiangel (20.), der zweite klatsche an die Querlatte (24.). In 33. Minute war aber auch er machtlos, als Christian Urgast einen Einwurf annahm, nicht eng genug gedeckt wurde und den Ball zur 2:0-Pausenführung ins lange Eck beförderte.

Die kritischen Worte von Ankertrainer Bego Catic in der Pause schienen gefruchtet zu haben, denn die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten den Platzherren. Aber David Rosinski und Philipp Brügmann konnten ihre Möglichkeiten nicht mit Zählbarem krönen. So kamen die Gäste wieder ins Spiel zurück und hatten zwischen der 65. und 70. Minute Chancen im Minutentakt. Torjäger Ronny Müller (18 Verbandsligatreffer) traf aber nur das Außennetz und Dariusz Kostyk schob den Ball völlig freistehend am Ankertor vorbei ins Aus. Besser machte es dann Christian Urgast, der zu keinem Zeitpunkt zu bremsen war, sich als Vorbereiter und Passgeber auszeichnete und sich in der Schlussviertelstunde selbst noch als zweifacher Torschütze in die Torjägerliste eintragen konnte. In der 75. Minute nutzte er clever eine Eingabe von Can Kalcavan, in der 80. Minute ließ er nach Zuspiel aus dem Mittelfeld Florian Zysk aussteigen und Kawczynski keine Abwehrchance. Während bei Mathias Schnöckel beim Warmmachen eine alte Verletzung wieder aufbrach und er nicht auflaufen konnte, gab es für Mittelfeldspieler Marcel Heine wieder einen Lichtblick. Seit seiner schweren Verletzung am 17. November bei der Partie in Sievershagen kam er in der letzten halben Stunde erstmals wieder zum Einsatz.

FC Anker Wismar: Kawczynski - Rosinski, Martens, Zysk, Oldendorf - Hannemann, Levetzow, Skripskausky, Kerinn - P. Brügmann (63. Heine), Brunsch (46. Kählert).

von Ostsee-Zeitung