Ankerteam will ins Pokalhalbfinale
09.04.2009
Noch zwei Tage, dann muss der FC Anker Wismar gegen den Oberligisten Torgelower SV Greif im Viertelfinale um den DFB-Landespokal Farbe bekennen. Nachdem sich der Malchower SV durch einen 3:1-Erfolg gegen den Grimmener SV als erste Mannschaft schon für das Halbfinale um den diesjährigen DFB-Landespokal qualifiziert hat, werden am Ostersonnabend die restlichen drei Teams für die Vorschlussrunde ermittelt. Und gleich dreimal heißt die Konstellation Verbandsliga gegen Oberliga. Mit dabei sind noch der FC Anker Wismar und der FC Schönberg. Während die Maurinestädter morgen um 14 Uhr den Greifswalder SV erwarten, gastiert zur gleichen Zeit der Torgelower SV Greif beim FC Anker Wismar im heimischen Kurt-Bürger-Stadion. Die Partie des SV Waren gegen TSG Neustrelitz komplettiert das Viertelfinale am Sonnabend.
Der FC Anker Wismar geht am Sonnabend als Außenseiter in diese Partie, denn der Oberligist hat sich für diese, aber auch vor allem für die nächste Saison viel vorgenommen. Der Großsponsor, die Torgelower Eisengießerei, verkündete bereits am Ende des letzten Jahres, dass die Torgelower in der Saison 2009/2010 in die Regionalliga aufsteigen wollen. Auf sportlichem Gebiet, zumindest was die neuen Spielerverpflichtungen betrifft, haben die Torgelower gleich viermal zugeschlagen. So trägt Daniel Köhn bereits in der Rückrunde das Trikot des Torgelower SV Greif. Der 29-Jährige wechselte vom Greifswalder SV 04 an die Uecker. Der Mittelfeld-Akteur besitzt Erfahrung aus 66 Oberliga-Partien. Dabei erzielte er drei Tore. Weitere Stationen in der Fußball-Karriere von Daniel Köhn waren der FC Hansa Rostock II, FC Anker Wismar und der FC Schönberg 95. Dazu haben Torgelower kurz vor Transferschluss Krzysztof Hus unter Vertrag genommen. Der 20-jährige polnische Stürmer kommt von Flota Swinemünde (2. polnische Liga). Hus war nach Köhn, Felix Drecoll (Hansa Rostock II) und Marcin Mista (Chemik Police) der vierte und letzte Winter-Neuzugang beim Fünftligisten. Allerdings rechnen sich auch die Hansestädter durchaus Chancen aus, das Halbfinale, das am 30. April zur Austragung kommt, zu erreichen. Es bleibt dabei, der Torgelower SV Greif kann in Wismar keine Punkte holen. Insgesamt siebenmal traten die Vorpommern im Kurt-Bürger-Stadion an, sechsmal gingen sie als Verlierer vom Platz. Besonders an den 5. Juni 2004 werden sich die damals 1320 Wismarer Fußballfreunde erinnern. Während um 16.51 Uhr nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters Norman Herzberg aus Rostock im Stadion der Jubel ausbrach und sich die Wismarer Spieler um den Hals fielen, standen die Torgelower fassungslos auf dem Rasen. Denn nach einem 0:1-Rückstand durch Marcin Fletjer schafften André Hildebrandt, Thomas Glaubitz und Thomas Haese die Wende und sorgten für den 3:2-Sieg der Ankerelf, die damit den Grundstein für den Oberligaaufstieg legte. „Wir werden auch diesmal fighten bis zum Umfallen, um wieder als Sieger vom Platz zu gehen", geben sich André Hildebrandt und Dirk Taflo kämpferisch. Beide gehörten damals zur siegreichen Ankerelf.
„Es wäre schön, wenn uns viele Fans den Rücken stärken würden", wünscht sich Anker-Cheftrainer Timo Lange. „Das Spiel ist für uns ein richtiges Highlight."
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




