Ankerteam gastiert beim FC Union 2
02.12.2011
Fußball-Oberliga –Morgen ab 13 Uhr bestreitet der FC Anker Wismar sein letztes Punktspiel der ersten Halbserie. Die Hansestädter sind dann bei der Zweitligareserve des 1. FC Union Berlin zu Gast. Die
Partie findet auf der Platzanlage am Bruno-Bürgel-Weg statt.
Die Partie bei den Hauptstädtern wird für das Anker-Team alles andere
als ein Spaziergang, denn die Berliner sind ebenfalls mit dem klaren
Ziel, Aufstieg in die Regionalliga, in diese Saison gegangen. Und
die Reserve der „Eisernen“ liegt auch voll im Plan, denn das Team
des türkischen Trainers Engin Yanova (34) steht mit nur zwei Punkten
Rückstand auf Tabellenführer FC Hansa Rostock II auf dem 3. Tabellenplatz. Seit vier Jahren ist Yanova bereits im Trainerstab der
Unioner. Er führte die Junioren in die Bundesliga und dort auf Platz 7.
Er beerbte im Sommer Theo Gries, der Union II in der Vorsaison in der
Oberliga auf Platz fünf führte. Viele junge Spieler wie Gill, Uaffero
oder Mayoungou kennt Yanova aus dem Effeff. „In der A-Jugend-
Bundesliga ist es aber ein völlig anderes Spiel. Oberliga heißt Ergebnisfußball. Robuste Gegner stellen sich hinten rein und warten auf unsere Fehler. Dass die bei einer jungen Mannschaft passieren, ist
doch klar.“ Yanova muss zudem den Spagat zwischen behutsamer
Förderung und Aufstiegsdruck bewältigen. Die Prioritäten sind für
den 34-Jährigen klar definiert: „Für die U 23-Spieler ist in erster Linie
die Ausbildung wichtig.“ Und der Aufstieg? „Die Regionalliga wäre sicher
interessant für unsere Jungs, die Qualität ist vorhanden. Ob es am Ende reicht, wird man sehen.“ Am letzten Spieltag gewann die
U 23 des 1. FC Union mit 3:1 gegen Türkiyemspor. Bei diesem Arbeitssieg traf Ricky Djan-Okai doppelt. Gegen den Regionalligaabsteiger spielten vier Aktive aus dem Zweitligateam
mit, Kilian Pruschke, Maurice Trapp, Oliver Hofmann und
Steven Skrzybski. „Über die Punkte freue ich mich, das Spiel hingegen
wirft Fragen auf. Technisch- taktisch haben wir von Woche zu Woche und manchmal auch von Halbzeit zu Halbzeit zu große Schwankungen“, kritisierte Engin Yanova das wechselhafte Auftreten
seiner Mannschaft. Anker-Trainer Timo Lange sieht positiv in die Zukunft. Zuletzt wurden mit dem FSV Optik Rathenow
(4:1) und Germania Schöneiche (3:0) zwei Regionalligaaspiranten
auf eigenem Platz bezwungen und in Neustrelitz wurde ein verdientes
1:1 erreicht. „Nach dem miserablen Saisonstart mit einem Punkt
aus den ersten fünf Spielen hat sich die Mannschaft spielerisch deutlich gesteigert. Auf eigenem Platz kannmandas auch in Punkten ausdrücken, denn von den 16 Zählern wurden 14 zu Hause geholt. Warum sollen wir nicht endlich auch auswärts dreifach punkten“, so Timo Lange. In der Hauptstadt kann er erneut auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen.Während Mathias Schnöckel seine Verletzung
auskuriert hat, ist auch Erik Schameitke nach seiner Sperre wieder
dabei.
von Andreas Kirsch




